Eisbären Berlin
3 : 1
Lausitzer Füchse
Füchse unterliegen Eisbären im Berliner Wellblechpalast mit 1:3
Lausitzer Füchse zeigen beim Deutschen Meister eine engagierte Leistung und sammeln wichtige Erkenntnisse für die Saisonvorbereitung
Vor ausverkauftem Wellblechpalast im Sportforum Hohenschönhausen trafen die Lausitzer Füchse am Sonntagnachmittag auf ihren Kooperationspartner und amtierenden Deutschen Meister Eisbären Berlin. Gegen den DEL-Klub entwickelte sich der erwartete intensive und temporeiche Härtetest. Am Ende mussten sich die Füchse mit 1:3 geschlagen geben.
Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Kontrolle und machten mit hohem Tempo Druck auf das Füchse-Tor. Bereits nach wenigen Sekunden musste Anthony Morrone erstmals eingreifen. Die Berliner ließen die Scheibe schnell und sicher laufen und stellten die Lausitzer damit immer wieder vor defensive Herausforderungen. In der 7. Minute war Morrone dann machtlos: Yannick Veilleux brachte die Eisbären mit 1:0 in Führung.
Die Füchse hielten dagegen, verteidigten konzentriert und versuchten, vereinzelt über schnelle Gegenangriffe für Entlastung zu sorgen. Trotz der Berliner Dominanz in weiten Phasen blieb Weißwasser im Spiel. Das erste Drittel verlief zudem ohne Strafzeiten.
Auch im zweiten Abschnitt erhöhten die Eisbären den Druck. In der 25. Minute mussten die Füchse erstmals in Unterzahl spielen und gerieten dabei erheblich unter Druck. Anthony Morrone verhinderte mit mehreren starken Paraden einen weiteren Treffer. Kurz darauf kamen die Lausitzer selbst zu ihrem ersten Powerplay und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten, konnten den Ausgleich aber nicht erzielen. In der 35. Minute nutzten die Berliner schließlich ihre zweite Überzahlsituation. Morrone parierte zunächst den ersten Schuss, doch Ty Ronning setzte beim Rebound konsequent nach und erhöhte auf 2:0. Die Füchse überstanden anschließend noch eine weitere Unterzahl und gingen mit diesem Rückstand in die zweite Pause.
Auch im Schlussabschnitt blieb der Deutsche Meister zunächst spielbestimmend. Die Füchse mussten erneut in Unterzahl bestehen und konnten eigene Offensivaktionen häufig erst über Konter entwickeln. Auch ein Powerplay in der 47. Minute brachte zunächst nicht den erhofften Anschlusstreffer. Dann wurde es noch einmal spannend: In der 54. Minute verkürzte Alex Brännstam nach Vorarbeit von Jacob Schmidt-Svejstrup auf 1:2. Die Hoffnung auf den Ausgleich hielt jedoch nur kurz. Bereits eine Minute später stellte Jonas Müller den Zwei-Tore-Vorsprung der Eisbären wieder her.
Beim 3:1 blieb es schließlich. Trotz der Niederlage konnte Headcoach Christof Kreutzer seiner Mannschaft viel Positives abgewinnen. „Es war natürlich das erwartete harte Spiel. Wir haben gegen den Deutschen Meister gespielt und das haben sie uns eigentlich jeden Wechsel spüren lassen. Aber wir haben wirklich sehr, sehr gut dagegengehalten“. Seine Mannschaft habe versucht, „sehr konsequent zu spielen, auch in der defensiven Zone“. Vor allem das hohe Tempo der Berliner habe gezeigt, woran die Füchse weiter arbeiten müssen: „Heute hat man gesehen, dass das Tempo der größte Unterschied zwischen den Ligen ist. Wenn man dann auf eine Mannschaft wie die Eisbären Berlin trifft, die mit das höchste Tempo in der ersten Liga spielt, ist das natürlich sehr schwierig.“
Gleichzeitig sieht der Füchse-Coach gerade in solchen Spielen einen wichtigen Lerneffekt: „Wir können uns gerade beim Umschaltspiel einiges von Berlin abschauen. Wenn wir so ein Tempo in unser Spiel bekommen, haben wir sicherlich einen Vorteil.“
Ein wichtiger Rückhalt heute war Anthony Morrone, der die Füchse mit mehreren starken Paraden lange im Spiel hielt. Der Coach zeigte sich mit der Leistung seines Torhüters zufrieden, wollte diese allerdings noch nicht überbewerten: „Das ist die Leistung, die wir von unseren Torhütern erwarten. Beide sind sehr ehrgeizig, auch im Training. Für die Jungs ist es wichtig zu wissen, dass wir zwei sehr gute Torhüter haben.“
Für die neu formierte Füchse-Mannschaft war die Partie gegen den Deutschen Meister damit ein weiterer wertvoller Test auf dem Weg zum Saisonstart.
Torfolge
| 1:0 | 7.Min. | EQ#38 VEILLEUX Yannick |
| 2:0 | 35.Min | PP1 #9 RONNING Ty;#93 PFÖDERL Leonhard; #94 KIRK Liam |
| 2:1 | 54.Min. | EQ #11 BRÄNNSTAM Alex; #39 SCHMIDT-SVEJSTRUP Jacob |
| 3:1 | 55.Min. | EQ #18 MÜLLER Jonas; #37 VIKINGSTAD Markus |
Strafen
Lausitzer Füchse 3(0-6-0)
Eisbären Berlin 2 (0-2-2)
Fotos: citypress |Marco Leipold