Freitag Heimspiel gegen Düsseldorf
Es ist ein besonderes Spiel, das am Freitagabend in der Eisarena Weißwasser ansteht: Erstmals seit über 25 Jahren gastiert mit der Düsseldorfer EG wieder ein echtes Traditions-Team des deutschen Eishockeys in Hockeytown Weißwasser. Das letzte Heimspiel der Füchse gegen die Rheinländer datiert vom 10. März 2000. Damals gewann die DEG ein dramatisches Duell mit 5:4 nach Penaltyschießen und stieg am Ende jener Saison in die DEL auf.
Nun treffen sich zwei große Namen des deutschen Eishockeys erneut – allerdings unter völlig veränderten Vorzeichen. Die Düsseldorfer EG, achtmaliger Deutscher Meister, musste nach dem Ende der vergangenen Saison den Gang in die DEL2 antreten. Doch der sportliche Umbruch verläuft bislang alles andere als geplant. Nach fünf Niederlagen in Folge, nur zwei Siegen aus zehn Spielen und der deutlichen 0:5-Heimniederlage gegen Weiden steht die DEG aktuell auf einem Abstiegsplatz. Die Alarmstufe bei den Rot-Gelben ist hoch.
Headcoach Rich Chernomaz fand nach der jüngsten Niederlage deutliche Worte und bemängelte öffentlich die hohe Fehleranfälligkeit seines Teams. Zusätzlich verschärfte sich die personelle Situation kurzzeitig: Eric Bradford und Moritz Kukuk fehlen den Rheinländern, nachdem sie durch die Liga nach der Partie gegen Weiden jeweils für Vergehen gesperrt wurden. Das Management gab jedoch einen Tag später schon wieder Entwarnung. Denn sowohl Kristian Blumenschein als auch Emil Quaas, Michael Clarke sowie Kevin Orendorz sind bereits wieder ins Training eingestiegen und somit auch wieder eine Option für das Spiel am Freitag bei den Lausitzer Füchsen. Lediglich hinter dem Einsatz von Zugang David Rundqvist steht noch ein Fragezeichen.
Trotz aller Schwierigkeiten bleibt die DEG ein gefährlicher Gegner. Das erste Saisonduell gegen die Lausitzer Füchse entschieden die Düsseldorfer mit 3:2 nach Penaltyschießen für sich. Offensiv lastet viel Verantwortung auf Goldhelm Ture Linden, der mit 23 Punkten (11 Tore, 12 Vorlagen) überzeugt. Auch Yushiro Hirano und Eric Bradford zählen mit jeweils 23 Zählern zu den prägenden Offensivkräften der Düsseldorfer. Im Tor teilen sich Niklas Lunemann und Ryan Bednard die Einsatzzeiten nahezu gleichwertig, beide mit Fangquoten von etwas über 89 Prozent. In den Special Teams rangiert die DEG aktuell auf Platz elf der Liga.
Die Gäste werden mit viel Wut im Bauch in die Lausitz reisen, um ihren Negativtrend zu stoppen. Für die Füchse gilt es daher, von Beginn an konzentriert aufzutreten und die besondere Atmosphäre dieses Traditionsduells für sich zu nutzen.
Sonntag Auswärts bei den Bietigheim Steelers
Am Sonntag geht es für die Lausitzer Füchse auswärts zu den Bietigheim Steelers. Auch die Grün-Weißen blicken auf eine DEL-Vergangenheit zurück und mussten in den vergangenen Jahren einen schmerzhaften sportlichen Abstieg verkraften. In der laufenden Saison steht für das Team von Headcoach Alexander Dück jedoch zunächst die Stabilisierung im Fokus, ein weiterer „Fahrstuhlgang“ soll unbedingt vermieden werden.
Nach einem schwachen Saisonstart hätte nach dem 10. Spieltag kaum jemand auf die Steelers gesetzt: Aus möglichen 30 Punkten holte Bietigheim lediglich acht Zähler. Doch seitdem zeigte die Formkurve klar nach oben. Fünf Siege aus den letzten sechs Partien unterstreichen den sportlichen Aufwärtstrend, mit dem sich die Steelers inzwischen im Tabellenmittelfeld festgesetzt haben.
Personell mussten die Bietigheimer Anfang des Monats einen Rückschlag verkraften: Stürmer Benjamin Zientek fiel verletzungsbedingt aus. Als Ersatz verpflichtete der Club Filip Reisnecker, der bis zur Länderspielpause noch bei den Lausitzer Füchsen unter Vertrag stand und den Verein anschließend auf eigenen Wunsch verließ.
Topscorer der Steelers ist bislang Jack Dugan mit starken 31 Punkten (14 Tore, 17 Assists). Im Tor überzeugt Olaf Schmidt mit einer Fangquote von 90,64 Prozent. Das erste Saisonduell gegen die Füchse verloren die Steelers knapp mit 3:4 – zusätzliche Motivation dürfte also vorhanden sein.
Unser Team
Die Lausitzer Füchse zeigten am Sonntag eine starke Leistung und krönten den Auftritt gegen die Kassel Huskies mit drei Punkten und fünf erzielten Treffern(Tabellenplatz 7 / 36 Pkt.). Die zuletzt fehlende Stabilität scheint zurückgekehrt zu sein und genau diese wird mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation dringend benötigt. Denn ohne weitere Punktgewinne rutscht man in der engen DEL2 schnell in die gefährliche Zone ab. Die Plätze zehn bis zwölf liegen jeweils bei 31 Zählern und wollen den Abstand zum Tabellenmittelfeld möglichst klein halten.
Erfreulich aus Füchse-Sicht: Die offensive Produktivität verteilt sich auf mehrere Schultern. Tore und Vorlagen kommen aus verschiedenen Reihen, was das Team für den Gegner schwer ausrechenbar macht. Gleich drei Spieler stehen aktuell bei 18 Scorerpunkten, den Goldhelm trägt Clarke Breitkreuz mit bislang neun Treffern.
Im Tor präsentierte sich Anthony Morrone einmal mehr als sicherer Rückhalt. Mit einer Fangquote von 91,67 Prozent unterstrich er seine konstante Form. Auch in den Special Teams zählen die Füchse weiterhin zu den stärkeren Mannschaften der Liga: Mit einer Gesamteffizienz von 106,7 Prozent belegt das Team aktuell Rang vier der Statistik. Besonders hervorzuheben ist dabei die disziplinierte Spielweise – gegen Kassel blieben die Füchse über die gesamte Partie hinweg ohne eine einzige Strafzeit.
Auch personell gibt es positive Signale. Alexander Dosch und Tim Heyter konnten in dieser Woche bereits wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren, ein vollständiger Einsatz ist jedoch noch offen. Weiterhin nicht zur Verfügung steht Eric Valentin, der sich in intensiver Reha befindet und dem Team noch einige Zeit fehlen wird.
Cheftrainer Christof Kreutzer erwartet zwei schwere Aufgaben: „Düsseldorf hat zuletzt zwar nicht gewonnen, aber genau das macht sie gefährlich. Sie kämpfen um jeden Punkt, verfügen über viel Qualität in der Offensive und werden personell wieder breiter aufgestellt sein.“ Entscheidend sei daher, von Beginn an präsent zu sein und nicht darauf zu setzen, Spiele erst spät drehen zu müssen. „Wir müssen von Anfang an bereit sein, unsere Chancen konsequent nutzen und unser Spiel durchziehen.“
Auch das Auswärtsspiel in Bietigheim stuft Kreutzer als große Herausforderung ein. Die Steelers hätten sich im Saisonverlauf deutlich entwickelt und seien insbesondere zu Hause sehr schwer zu bespielen: „Sie bringen viel Tempo, gehen hart auf die Nachschüsse und üben konstant Druck aus. Da brauchen wir eine sehr kompakte Defensive und müssen wenig zulassen.“
Die Partie der Füchse beginnt am Freitag um 19.30 Uhr. SportEurope.TV sowie der Liveticker der Füchse berichten aus der Eisarena.
Spielbeginn am Sonntag ist um 17 Uhr. Auch von dieser Partie berichten SETV sowie der Liveticker der Lausitzer Füchse live.
Fan-Info: Auswärtsfahrt nach Crimmitschau am 28.12.2025
Auch am Auswärts-Spieltag ist die Unterstützung der Füchse von den Rängen bereits wieder gesichert: Zum Auswärtsspiel in Crimmitschau sind zwei Fanbusse schon komplett ausgebucht. In einem dritten Bus stehen aktuell noch rund 20 Plätze zur Verfügung. Für 25 Euro (Busticket) haben Fans kurzfristig die Möglichkeit, das Team der Lausitzer Füchse live im Sahnpark zu unterstützen.
Anmeldungen sind möglich unter 0176 3249292651 oder per E-Mail an fanbetreuunglfx@gmx.de.
Information zu Parkmöglichkeiten rund um die Arena während der Eishockeyspiele der Lausitzer Füchse:
Wir bitten alle Gäste, die mit dem PKW anreisen, die ausgewiesenen Parkplätze zu nutzen. Eine Übersicht der Parkmöglichkeiten finden Sie hier.
Wichtiger Hinweis:
Der rot markierte Parkplatz am Supermarkt ist ein überwachter Privatparkplatz. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, diesen Parkplatz während Ihres Stadionbesuchs nicht zu nutzen, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden.