Showdown im Saisonendspurt: Füchse fordern die Liga-Spitze

Vorbericht Aktuelles

Härtetest vor den Playoffs: Hockeytown brennt auf Kassel und Krefeld

Das vorletzte Spieltags Wochenende der DEL2-Hauptrunde hat es in sich: Die Lausitzer Füchse treffen auf die zwei aktuell wohl größten Kaliber der Liga. Am Freitag gastieren die zweitplatzierten Kassel Huskies in der Eisarena, ehe es am Sonntag zum Spitzenreiter Krefeld Pinguine geht.

Zwar haben die Blau-Gelben den Klassenerhalt bereits vorzeitig gesichert, doch von „Bedeutungslosigkeit“ kann keine Rede sein. Als Tabellen-Siebter ist der direkte Viertelfinaleinzug rechnerisch weiterhin möglich, und genau dieses Ziel hat die Mannschaft klar vor Augen. Zusätzlichen Rückenwind gab es in dieser Woche beim Sponsorenabend: Die Vertragsverlängerungen mit dem Trainerteam sowie mit den ersten Spieler-Vertrags-Verlängerungen von John Broda und Alex Dosch sorgten in Hockeytown für große Freude.

Der Gegner am Freitag: Kassel Huskies

Die Kassel Huskies arbeiten erneut, und gefühlt zum x-ten Mal, am großen Ziel Aufstieg in die DEL. Auch in dieser Saison überzeugt das Team von Headcoach Todd Woodcroft über weite Strecken der Hauptrunde und darf sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Gewinn der Hauptrundenmeisterschaft machen.
Mit dem Auswärtssieg am vergangenen Sonntag in Krefeld setzten die Hessen ein deutliches Ausrufezeichen. Sie beendeten nicht nur die kleine Vier-Spiele-Siegesserie der Pinguine, sondern verpassten dem direkten Konkurrenten vor eigenem Publikum einen spürbaren Dämpfer.
Dennoch: Ganz konstant präsentiert sich Kassel derzeit nicht. In den letzten sechs Partien mussten die Schlittenhunde dreimal als Verlierer vom Eis gehen. Um am Ende tatsächlich die Meisterschaft zu holen und in den Playoffs den entscheidenden Schritt zu machen, wird man in Kassel sicherlich noch an der einen oder anderen Stellschraube drehen müssen.
Auch personell gibt es aktuelle Entwicklungen. Der geplante Torhüter-Deal mit Mirko Pantkowski von den Löwen Frankfurt ist geplatzt. Offen bleibt damit die Frage, ob Sportdirektor Daniel Kreutzer die sechste Importlizenz noch vergeben wird. Kreutzer hatte bereits angedeutet, dass diese im Falle einer Nutzung am ehesten für einen ausländischen Torhüter vorgesehen wäre, um für die Playoffs in einem möglichen Verletzungsfall bei Philipp Maurer oder Oleg Shilin abgesichert zu sein. In diesem Zusammenhang wurde auch der Name Christopher Gibson diskutiert, der in der vergangenen Saison nach der Verletzung von Brandon Maxwell eingesprungen war, nach Saisonende weiter mit den Huskies trainierte und im Dezember vom ICEHL-Klub Bozen verpflichtet wurde.

Zudem müssen die Hessen in den kommenden zwei Spielen auf Tyler Benson verzichten. Der Stürmer erhielt in der Partie gegen Kaufbeuren eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und wurde im Nachgang für insgesamt drei Begegnungen gesperrt.

Sportlich liegen Kassel und die Füchse im Bereich der Special Teams nahezu gleichauf – ein Detail, das dem Duell zusätzliche Brisanz verleiht. In den bisherigen direkten Aufeinandertreffen setzte sich jeweils die Heimmannschaft durch.

Den Goldenen Helm wird am Freitag Hunter Garlent tragen, der bereits 53 Scorerpunkte gesammelt hat. Zwischen den Pfosten stehen mit Philipp Maurer und Oleg Shilin zwei erfahrene Optionen zur Verfügung.

Der Gegner am Sonntag: Krefeld Pinguine

Am Sonntag reisen die Lausitzer Füchse zum zweiten Mal in dieser Saison zu den Krefeld Pinguinen in die Seidenstadt. Die Nordrhein-Westfalen stehen, wie bereits erwähnt, kurz vor dem Gewinn der Hauptrunde, haben den Titel allerdings noch nicht endgültig in trockenen Tüchern. Entsprechend hoch bleibt die Motivation im Saisonendspurt.
Das Team von Headcoach Thomas Popiesch belegt in nahezu allen relevanten Statistiken der Liga Platz eins oder zwei. Offensiv zählen die Pinguine zur absoluten Benchmark der DEL2. Mit einem Schnitt von nahezu vier Treffern pro Partie unterstreichen sie ihre enorme Durchschlagskraft.
Mit Max Newton stellen die Krefelder den Topscorer der gesamten Liga. 69 Punkte, davon 28 Tore, sprechen eine deutliche Sprache. Doch Newton ist längst nicht der einzige Unterschiedsspieler: Die beiden Kanadier Mathew Santos und Davis Vandane haben jeweils ebenfalls die Marke von 50 Scorerpunkten überschritten. Zwei weitere Angreifer stehen bereits jenseits der 40-Zähler-Grenze. Die offensive Breite im Kader ist ein zentrales Argument im Aufstiegsrennen.
Dass man am Niederrhein voll auf Aufstieg eingestellt ist, zeigt auch die strategische Kaderplanung für die kommende Spielzeit. Mit Davis Vandane, Max Newton, Philip Gogulla, Zack Dybowski, Daniel Bruch und Marcel Müller wurden Leistungsträger langfristig gebunden. Gerüchten zufolge steht auch bei Mathew Santos eine Vertragsverlängerung kurz bevor. Die personelle Kontinuität unterstreicht die Ambitionen der Seidenstädter.

Trotz aller Qualität sind auch die Pinguine nicht unverwundbar – wie die Heimniederlage gegen Kassel am vergangenen Wochenende zeigte.
Zwischen den Pfosten verfügen die Krefelder mit Danny aus den Birken und Felix Bick über zwei absolute Top-Torhüter, die beide über langjährige Erfahrung auf höchstem Niveau verfügen und dem Team zusätzliche Stabilität verleihen.

Für die Füchse ist es gleichzeitig eine besondere Motivation: Krefeld ist das einzige Team der Liga, gegen das Weißwasser in dieser Saison noch keinen Sieg verbuchen konnte. Genau das soll sich am Sonntag ändern.

Unsere Füchse

Die Mannschaft von Headcoach Christof Kreutzer hat sich seit Mitte Januar in beeindruckender Form präsentiert und sich mit konstant starken Leistungen vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. Damit ist das Minimalziel erreicht, der Blick geht aber längst weiter nach oben.
Als aktueller Tabellen-Siebter haben die Lausitzer weiterhin die realistische Chance auf den direkten Viertelfinaleinzug. Genau dieses Ziel hat sich die Mannschaft intern gesetzt. Die Ausgangslage ist klar: Weitere Punkte gegen die beiden Top-Teams der Liga würden die Position im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation entscheidend verbessern.

Dass die Stimmung im Umfeld derzeit äußerst positiv ist, zeigte auch der Sponsorenabend in dieser Woche. Die verkündeten Vertragsverlängerungen mit dem Trainerteam sowie mit John Broda und Alex Dosch sorgten zusätzlich für Rückenwind. Die sportliche Perspektive stimmt,  und das spürt man auch in der Kabine.

Kreutzer ordnet das bevorstehende Wochenende selbstbewusst ein:
„Wir wissen natürlich, dass wir die zwei stärksten Teams der Liga als Gegner haben. Trotzdem wollen wir selbstbewusst auftreten und möglichst gewinnen. Krefeld ist das einzige Team, gegen das wir in dieser Saison noch nicht gewinnen konnten, das wollen wir am Sonntag unbedingt ändern. Mit weiteren Punkten wären wir unserem neuen Ziel, dem direkten Playoff-Einzug, ein ganzes Stück näher. Die Stimmung in der Kabine stimmt und alle zeigen, dass sie es unbedingt wollen.“

Personell kann Weißwasser – bis auf die bekannten Langzeitausfälle – aus dem Vollen schöpfen. Den Goldenen Helm trägt aktuell Lane Scheidl mit 40 Punkten (14 Tore, 26 Assists).

Klar ist: Die Ausgangssituation ist komfortabel, aber der Hunger nach mehr ist geblieben. Hockeytown darf sich auf ein echtes Gradmesser-Wochenende freuen.

Organisatorische Hinweise & Spieltermine

Parkmöglichkeiten rund um die Eisarena
Wir bitten alle Zuschauer, die mit dem PKW anreisen, ausschließlich die ausgewiesenen Parkflächen im Umfeld der Eisarena zu nutzen.

Spieltermine im Überblick

Freitag: Spielbeginn um 19:30 Uhr in der Eisarena Weißwasser
Sonntag: Spielbeginn um 17:00 Uhr auswärts in Krefeld

Live dabei sein
Beide Partien werden live bei SportEurope.TV übertragen. Zusätzlich informiert der offizielle Liveticker der Lausitzer Füchse in Echtzeit über alle wichtigen Szenen, Tore und Entwicklungen.