off-season-talk: Was macht eigentlich... Markus Freis

Aktuelles

Zwischen Rheinland und Lausitz: Markus Freis über sein neues Zuhause, Sommermomente und die kleinen Unterschiede

Seine erste Saison bei den Lausitzer Füchsen liegt hinter ihm und eines wird schnell deutlich: „Freisi“ fühlt sich in Weißwasser längst angekommen. Der Verteidiger schätzt den familiären Charakter des Standorts, die außergewöhnliche Unterstützung der Menschen in der Region und genießt die Zeit abseits des Eises am liebsten gemeinsam mit seiner Freundin und seinem Australian Shepherd. Im Sommer-Interview spricht er über überraschende Eindrücke, persönliche Lieblingsorte und die Vorfreude auf die kommende Spielzeit.

Markus, die erste Saison in Weißwasser liegt hinter dir. Du hast drei Wörter: Wie würdest du dein erstes Jahr bei den Lausitzer Füchsen beschreiben?

Leidenschaftlich, familiär und erstaunlich. Es war ein Jahr mit vielen besonderen Momenten, in dem ich schnell gemerkt habe, wie eng hier alles miteinander verbunden ist.

Du kommst ursprünglich aus Krefeld. Was hat dich an Weißwasser und der Lausitz am meisten überrascht?

Mich hat vor allem überrascht, wie viel Energie, Leidenschaft und Zusammenhalt in einer vergleichsweise kleinen Stadt stecken. Das spürt man jeden Tag und genau das macht diesen Standort so besonders.

Viele Spieler nutzen den Sommer, um bewusst abzuschalten. Wie sieht ein perfekter Sommertag bei Markus Freis aus?

Mein Tag beginnt eigentlich immer mit einer Trainingseinheit am Morgen. Das gehört einfach dazu und sorgt dafür, dass ich mich den ganzen Tag über wohlfühle. Danach verbringe ich am liebsten Zeit mit meiner Freundin, gehe mit meinem Hund spazieren und lasse den Tag entspannt ausklingen.

Sommer bedeutet für viele Spaziergänge, Natur und Zeit mit den Liebsten. Welche Rolle spielt dein Australian Shepherd dabei und habt ihr in der Lausitz vielleicht schon einen Lieblingsort entdeckt?

Eine sehr große Rolle, vor allem bei schönem Wetter. Mein Hund bestimmt gefühlt die Hälfte meines Tages und genau das liebe ich. Gemeinsam verbringen wir aktuell besonders gerne Zeit am Bärwalder See. Das ist definitiv einer unserer Lieblingsorte geworden.

Stell dir vor, du bekommst spontan 48 Stunden frei – ohne Trainingsplan und ohne Verpflichtungen. Wohin geht's und was machst du?

Das ist eine gute Frage. Ehrlich gesagt würde ich das komplett meiner Freundin überlassen. Sie ist deutlich besser darin, spontan etwas zu planen, als ich. Ich würde mich einfach überraschen lassen.

Du hast dich unglaublich schnell in die Mannschaft integriert. Gibt es jemanden, der dir den Einstieg hier in Hockeytown besonders erleichtert hat?

Ein Wechsel während der laufenden Saison ist nie einfach. Umso schöner war es, dass mich die gesamte Mannschaft und auch die Mitarbeiter des Clubs vom ersten Tag an super aufgenommen haben.

Zwischen Rheinland und Lausitz liegen einige hundert Kilometer. Gibt es inzwischen Dinge, die du hier kennengelernt hast und nicht mehr missen möchtest?

Definitiv. Ich kann immer wieder nur betonen, wie besonders die Menschen hier in Weißwasser sind. Diese positive Ausstrahlung und die Begeisterung für den Standort habe ich so bisher noch nirgendwo anders erlebt.

Blicken wir auf die neue Saison: Worauf freust du dich persönlich am meisten?

Am meisten freue ich mich darauf, die Jungs wiederzusehen und gemeinsam wieder anzugreifen. Nach der vergangenen Saison macht das definitiv Lust auf mehr. Natürlich wollen wir wieder die größtmöglichen Erfolge erreichen.

Weißwasser ist einer der ältesten Eishockey-Traditionsstandorte in Deutschland. Macht es das für dich als Spieler noch einmal anders oder sind alle Standorte gleich bewertet?

Jeder Standort hat seine Besonderheiten. Aber mit der Geschichte, die Weißwasser mitbringt, ist es schon etwas Besonderes, den Fuchs auf der Brust tragen zu dürfen. Darauf kann man als Spieler einfach stolz sein.

Zum Abschluss eine kleine Fantasiereise: Du darfst einen perfekten Sommerabend zusammenstellen. Drei Dinge müssen dabei unbedingt dabei sein – welche wären das?

Meine Freundin und mein Hund dürfen auf keinen Fall fehlen. Ehrlich gesagt brauche ich gar nicht viel mehr, um glücklich zu sein.

Die etwas anderen Fragen

Welche Eigenschaft würde dich zum perfekten Mitbewohner machen, und welche eher nicht?

Für gute Unterhaltung wäre ich definitiv immer zu gebrauchen. Außerdem spreche ich noch zwei weitere Sprachen. Vielleicht wäre das ja auch von Vorteil. (lacht)

Welche Fremdsprache beherrschst du zusätzlich?

Russisch.

Mit welchem Mitspieler würdest du eine 2.000-Kilometer-Autofahrt machen und mit wem lieber nicht?

Ich glaube, ich würde Knausi mitnehmen und ihm die Welt zeigen. Kretsche würde ich dagegen lieber zu Hause lassen. (lacht)

Du darfst eine neue Sommerdisziplin für die Mannschaft erfinden. Was wäre das?

Ganz neu wäre die Disziplin zwar nicht, aber ich glaube, einige Jungs würden im E-Sport-Bereich ziemlich gut abschneiden.

Welche Sache aus deiner Heimat würdest du gerne dauerhaft nach Weißwasser mitbringen?

Ehrlich gesagt gar nichts. Ich habe hier alles, was ich brauche.

Wenn dein Hund über dich sprechen könnte: Welche drei Eigenschaften würde er über Markus Freis verraten?

Albern, lustig und manchmal vielleicht auch etwas fahrlässig. (lacht schon wieder)

Schnellfragerunde mit Freisi

Rheinland oder Lausitz? → Lausitz

Schlagschuss oder cleverer Pass? → Cleverer Pass

Schlemmertag: Döner oder Pizza? → Pizza

Eine Woche ohne Handy oder eine Woche ohne Kaffee? → Ohne Handy

Eishockeyprofi oder Reiseblogger? → Eishockeyprofi

Sonnenuntergang am See oder Grillabend mit Freunden? → Grillabend mit Freunden

Zahnlücke mit Stolz tragen oder sofort zum Zahnarzt? → Mit Stolz tragen

Zum Auswärtsspiel im ICE oder im Flieger? → ICE

Barfuß durch den Sommer oder immer Sneaker? → Barfuß

Im nächsten Leben: Stürmer, Verteidiger oder verrückter Goalie? → Verrückter Goalie

Markus, danke für das Gespräch. Genieße den Sommer, tanke Kraft für die neue Saison und wir freuen uns darauf, dich gemeinsam mit der Mannschaft wieder in Hockeytown begrüßen zu dürfen.