off-season-talk: Was macht eigentlich... John Broda

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Zurück zuhause: John Broda über Sommer, Heimat und die Vorfreude auf die neue Saison

Zwischen schweißtreibender Saisonvorbereitung, Zeit mit Familie und Freunden und der Vorfreude auf die neue Spielzeit: John Broda genießt die Sommermonate ganz bewusst. Im Interview spricht der gebürtige Weißwasseraner über seine Rückkehr nach Hockeytown, besondere Momente der vergangenen Saison und erklärt, warum Kontinuität im Team ein entscheidender Erfolgsfaktor ist.

John, die Eishalle ist aktuell geschlossen und der Sommer hat das Kommando übernommen. Wie sieht ein perfekter Sommertag für dich aus?

John Broda: Ich bin eigentlich immer recht früh auf den Beinen. Nach einem guten Frühstück geht's für mich erst einmal in die Halle zum Training. Bis zum Mittag ist der sportliche Teil erledigt und danach richtet sich der Tag ein bisschen nach dem Wetter und der Lust. Oft steht noch eine Rad- oder Laufeinheit auf dem Programm. Ansonsten genieße ich die Zeit draußen, spiele Inline-Hockey, gehe angeln, treffe Freunde und verbringe natürlich Zeit mit meiner Familie. Außerdem nutze ich den Sommer auch für den Urlaub, um nach einer langen Saison richtig abschalten zu können.

Du bist gebürtiger Weißwasseraner und mittlerweile wieder fest im Fuchsbau angekommen. Wann hast du in der vergangenen Saison endgültig gespürt: „Ich bin wieder zuhause“?

John Broda: Eigentlich schon im Sommer, als ich nach Weißwasser zurückgekommen bin. Als dann die Saison mit Training und Spielen richtig begonnen hat, wurde dieses Gefühl noch einmal stärker. Natürlich war es zunächst eine Umstellung, jetzt als Profi wieder hier auf dem Eis zu stehen. Aber nach zehn oder fünfzehn Spielen war das alles wieder ganz normal. Ab da konnte ich es einfach genießen, zuhause vor den eigenen Fans und der Familie spielen zu dürfen.

Im Winter jagst du dem Puck hinterher, im Sommer vielleicht der nächsten Herausforderung? Viele nutzen die freie Zeit für einen Bootsführerschein, einen Segelkurs oder einen Tauchschein. Wie sieht das bei dir aus?

John Broda: (lacht) Nein, ehrlich gesagt überhaupt nicht. So etwas reizt mich aktuell gar nicht.

Stell dir vor, du hast drei komplett freie Sommertage. Was steht auf deinem Programm – eher Action, Familie, Freunde oder einfach mal gar nichts tun?

John Broda: Wahrscheinlich würde ich die ersten beiden Tage viel mit Freunden und der Familie unternehmen und den Sommer genießen. Am dritten Tag dürfte es dann auch gern etwas ruhiger werden – einfach auf der Terrasse sitzen, die Sonne genießen und mal komplett abschalten. Grundsätzlich bin ich aber schon eher der Typ, der gerne unterwegs ist.

Hand aufs Herz: Bist du eher der Romantiker, der sich einen Sonnenuntergang anschaut, oder der Typ, der nach fünf Minuten schon wieder etwas Neues unternehmen möchte?

John Broda: Da gehöre ich eindeutig zur zweiten Kategorie. Ich bin jemand, der gerne unterwegs ist und neue Dinge erlebt. Still am See sitzen ist zwar auch mal schön, aber auf Dauer wäre das nichts für mich.

Wenn du auf die vergangene Saison zurückblickst: Welcher Moment zaubert dir heute noch ein Lächeln ins Gesicht?

John Broda: Ganz klar der Moment nach unserem letzten Heimspiel gegen Kassel. Obwohl wir das Spiel verloren hatten, ist praktisch niemand sofort nach Hause gegangen. Wir standen als komplette Mannschaft mit unseren Familien und dem gesamten Staff vor den Fans und die Halle hat uns noch minuten- bzw. stundenlang gefeiert. Dieser unglaubliche Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Fans war einfach etwas ganz Besonderes. Daran denke ich heute noch sehr gerne zurück.

Du hast im Laufe der Saison immer besser in deinen Rhythmus gefunden. Was möchtest du in der kommenden Spielzeit offensiv noch häufiger auf das Eis bringen?

John Broda: Meine Entwicklung kam im vergangenen Jahr vor allem zum Ende der Saison und in den Playoffs. Genau diese Leistung und Konstanz möchte ich künftig schon vom ersten Spieltag an zeigen und dann über die komplette Saison halten.

Der Verein steuert auf ein ganz besonderes Jubiläum zu: 100 Jahre Eishockeytradition in Weißwasser. Wie besonders ist es für dich, als Weißwasseraner Teil dieser Geschichte zu sein?

John Broda: Das bedeutet mir unglaublich viel. Als Weißwasseraner dieses Jubiläum nicht nur miterleben, sondern als Spieler bereits jetzt aktiv mitgestalten zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. So eine lange und erfolgreiche Tradition können nur sehr wenige Vereine vorweisen. Deshalb macht es mich stolz, ein Teil dieser Geschichte zu sein.

Unser Trainerteam geht mittlerweile in das dritte gemeinsame Jahr. Wie wichtig ist diese Kontinuität für eine Mannschaft?

John Broda: Ich halte das für einen ganz wichtigen Faktor. In den Jahren zuvor hatte ich fast jede Saison einen neuen Trainer, teilweise sogar zwei. Das ist weder für die Mannschaft noch für die Trainer einfach, weil sich beide Seiten immer wieder neu kennenlernen müssen. Jetzt arbeitet Weißwasser bereits im dritten Jahr mit demselben Trainerteam zusammen. Die Trainer wissen, welche Spieler sie haben, und wir Spieler kennen die Abläufe und die Anforderungen. Diese Kontinuität bringt eine gewisse Routine und gibt der Mannschaft Stabilität. Ich glaube, das ist ein großer Vorteil für uns.

Du darfst dir für einen perfekten Sommerabend drei Dinge aussuchen. Was darf auf keinen Fall fehlen?

John Broda: Ganz klar meine Freundin, Familie und Freunde. Mehr braucht es eigentlich gar nicht, um einen perfekten Sommerabend zu verbringen.

Schnellfragerunde

Im nächsten Leben: Stürmer, Verteidiger oder verrückter Goalie? → Vielleicht mal Verteidiger. Goalie ist nichts für mich.

Schlagschuss oder feiner Schlitzohrtreffer? → Eher das feine Schlitzohrtor.

Eisbad oder Sauna? → Sauna.

Sonnenuntergang am See oder Lagerfeuer im Garten? → Lagerfeuer.

Campingplatz oder Hotel mit 5-Sterne-Service? → Campingplatz.

Grillmeister oder lieber nur Gast? → Grillmeister.

Sommerhit laut aufdrehen oder Natur genießen? → Natur genießen.

Spaghetti oder Schnitzel? → Schnitzel.

Sorbisches Osterei oder Lausitzer Leinöl? → Leinöl.

Bratwurst am Kiosk oder Fischbrötchen am Wasser? → Bratwurst.

Wandern oder Wakeboarden? → Wandern.

 

Welchen Sommersport würdest du gerne einmal richtig ausprobieren?

John Broda: Ich habe im Urlaub in Kroatien wieder Padel gespielt und das macht mir richtig viel Spaß. Früher habe ich oft Tennis gespielt, aber Padel gefällt mir inzwischen sogar noch besser. Deshalb würde ich das gern häufiger spielen und mich darin weiter verbessern.

Du darfst einen Teamabend organisieren. Was steht auf dem Programm?

John Broda: Da wäre ich ganz klassisch. Grillen, gemeinsam zusammensitzen, vielleicht ein kühles Getränk dazu und einfach Zeit miteinander verbringen. Solche Abende sind für das Teambuilding unglaublich wichtig.

Was können die Fans von John Broda im Sommer auf keinen Fall auf Social Media erwarten?

John Broda: Unzählige Urlaubsbilder auf jeden Fall nicht. Ich bin zwar auf Instagram unterwegs, nutze Social Media aber eher zurückhaltend. Vielleicht gibt's mal eine kleine Story aus dem Urlaub,  mehr aber meistens nicht.

Zum Abschluss: Was würdest du heute dem kleinen John sagen, der damals in Weißwasser seine ersten Schritte auf dem Eis gemacht hat?

John Broda: Bleib dran und glaub an deine Träume. Mein größter Wunsch war es damals als kleiner Fuchs immer, irgendwann als Profi für die Lausitzer Füchse aufzulaufen. Deshalb würde ich meinem jüngeren Ich sagen: Verfolge deinen Weg konsequent weiter, es lohnt sich.

Jonny, Danke für Deine Antworten und bis bald!

Gerne. Und viele Grüße an unsere Füchsefans