off-season-talk: was macht eigentlich... Georgiy Saakyan

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Vom Tryout zum Stammspieler: Georgiy Saakyan spricht über Teamgeist, Sommerpause und seine Vorfreude auf die neue Saison.

Georgiy, wenn du auf deine erste Saison bei den Lausitzer Füchsen zurückblickst, welche Gedanken gehen dir heute als Erstes durch den Kopf?

Als Erstes denke ich einfach nur: Wow! Die Stimmung im Stadion war unglaublich. Zu sehen, wie die Fans immer hinter der Mannschaft stehen, war etwas Besonderes. Dazu kam der Zusammenhalt innerhalb des Teams. So eine Kabine hat man nicht überall. Ich habe mich vom ersten Tag an wie zu Hause gefühlt.

Du bist mit einem Tryout-Vertrag nach Weißwasser gekommen und hast dir deinen festen Vertrag mit starken Leistungen verdient. Wie schwer ist so eine Situation für einen Spieler?

Ein Tryout ist auf jeden Fall nicht einfach. Man hat ständig gemischte Gefühle. An einem Tag läuft es richtig gut und man fühlt sich super, am nächsten Tag vielleicht gar nicht. Man sitzt sprichwörtlich auf heißen Kohlen. Für mich war es das erste Mal, dass ich einen Tryout-Vertrag unterschrieben habe. Deshalb war die Situation neu. Umso wichtiger war es, dass ich mich schnell in der Mannschaft eingelebt habe. Die Jungs haben mir von Anfang an ein gutes Gefühl gegeben und mir das Ganze deutlich leichter gemacht.

Was war für dich persönlich der schönste oder emotionalste Moment der vergangenen Saison?

Da gab es tatsächlich mehrere. Besonders in Erinnerung geblieben ist natürlich unsere Siegesserie mit sechs oder sieben Erfolgen hintereinander. Das war für die gesamte Mannschaft ein wichtiger Meilenstein. Und dann natürlich das Weiterkommen in den Pre-Play-offs gegen Crimmitschau – vor dieser wahnsinnigen Kulisse. Das war schon etwas ganz Besonderes.

Die Sommerpause läuft. Wie sieht ein typischer Sommer für Georgiy Saakyan aus?

Normalerweise versuche ich nach der Saison erst einmal anderthalb bis zwei Wochen komplett abzuschalten. Danach beginnt schon das Sommertraining. Dazwischen plane ich meistens noch ein oder zwei Wochen Urlaub ein. Dieses Jahr ist es allerdings etwas anders. Urlaub bleibt eher auf der Strecke, weil das Sommertraining absolute Priorität hat. Und wenn ich gerade nicht trainiere, wird zu Hause renoviert. Da kommt also auch genug körperliche Arbeit zusammen.

Kannst du in der Sommerpause komplett vom Eishockey abschalten?

Früher, als ich jünger war, fiel mir das schwer. Mittlerweile versuche ich nach der Saison bewusst abzuschalten, um mich auch mental zu erholen. Genau dafür ist die Sommerpause schließlich da.

Du bleibst auch in der kommenden Saison ein Fuchs. War für dich schnell klar, dass du in Weißwasser bleiben möchtest?

Ja, auf jeden Fall. Ich freue mich sehr, noch eine weitere Saison hier zu spielen. Ich fühle mich in Weißwasser wirklich wohl, verstehe mich mit den Jungs super und das Familiäre im Verein gefällt mir sehr. Alles andere entwickelt sich dann ganz von allein.

Wenn du deinen Spielstil in drei Eigenschaften beschreiben müsstest – welche wären das?

Ich bin auf jeden Fall ein Arbeiter. Ich versuche immer geradlinig zu spielen. Und ich hoffe natürlich, dass die Fans auch sagen würden, dass ich einen ganz ordentlichen Schuss habe. (lacht)

Wie wichtig ist eine gute Kabine für den sportlichen Erfolg?

Für mich ist das sogar das Wichtigste. Ohne Zusammenhalt kommt keine Mannschaft weit. Jeder Spieler muss sich in der Kabine und im Team wohlfühlen. Nur dann kann man gemeinsam erfolgreich sein.

Mit welchem persönlichen Ziel gehst du in die neue Saison?

Ich möchte meine Stärken bestmöglich einbringen und der Mannschaft helfen. Das Team steht immer an erster Stelle. Deshalb denke ich weniger an persönliche Ziele als an die gemeinsamen Ziele, die wir erreichen wollen.

Schnellfragerunde

Früher aufstehen oder länger wach bleiben?
Früher aufstehen.

Kochen oder Essen bestellen?
Kochen.

Strandurlaub oder Städtetrip?
Strandurlaub.

Teamabend oder ruhiger Abend zu Hause?
Teamabend.

Was wolltest du als kleiner Junge einmal werden?
Hubschrauberpilot.

Sommer oder Winter?
Frühling.

Ausschlafen oder Frühstück?
Frühstück.

Autofahren oder Beifahrer sein?
Autofahren.

Grillen oder grillen lassen?
Grillen.

Theater oder Freiluftkonzert?
Freiluftkonzert.

Kino oder Streaming auf der Couch?
Streaming auf der Couch.

Handy aus oder immer erreichbar?
Immer erreichbar.

Kromlau oder Muskauer Park?
Puh... gute Frage. (lacht)

Camping oder Hotel?
Hotel.

Welche Superkraft hättest du gern?
Die Zeit anhalten.

Der Mensch hinter dem Spieler

Womit verbringst du deine Freizeit am liebsten?

Am liebsten mit meiner Familie und meinen Freunden. Ganz besonders natürlich mit meinen beiden Neffen.

Gibt es Hobbys oder Dinge, für die während der Saison kaum Zeit bleibt?

Definitiv Zeit mit der Familie und Gartenarbeit. Dafür bleibt während der Saison leider nicht viel Zeit.

Einige deiner Teamkollegen nutzen den Sommer für Inlinehockey. Ist das auch etwas für dich?

Nein, mit Inlinehockey konnte ich mich nie so richtig anfreunden. Ich habe damit eher schlechte Erfahrungen gemacht. Dann spiele ich im Sommer lieber Tennis.

Wie sieht für dich der perfekte Urlaub aus? Bist du eher aktiv unterwegs oder kannst du auch einfach entspannen?

Ich brauche gar nicht so viel Action. Für mich ist ein Urlaub perfekt, wenn ich mit guten Leuten an einem schönen Ort bin – egal ob am Strand oder in den Bergen. Ich kann auch einfach mal eine Woche komplett entspannen und die Ruhe genießen.

Gibt es einen Ort, an den du immer wieder gern zurückkehrst?

Nach Hause zu meiner Familie und in die eigenen vier Wände. Dort ist es einfach am schönsten.

Hast du im Sommer auch die Möglichkeit, aufs Eis zu gehen?

Ja, tatsächlich. Ich war bereits eine Woche mit ein paar Jungs aus der Mannschaft auf dem Eis. Wenn sich die Möglichkeit noch einmal ergibt, bin ich sofort dabei. Man vermisst das Eis dann doch schneller, als man denkt.

Bis zum Trainingsstart ist noch etwas Zeit. Wann dürfen sich die Füchse-Fans auf deine Rückkehr nach Weißwasser freuen?

Ich denke, Anfang August werde ich wieder vor Ort sein.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dir weiterhin eine gute Vorbereitung und freuen uns auf das Wiedersehen in Hockeytown!

Danke auch!