David, herzlich willkommen bei den Lausitzer Füchsen! Wie waren Deine ersten Eindrücke von Weißwasser?
Vielen Dank. Es scheint eine kleine Stadt mit viel schöner Natur im Umfeld zu sein.
Du hast bereits gesagt, dass Du und Deine Frau Euch sehr auf die Zeit hier freuen. Was war für Euch ausschlaggebend, nach Weißwasser zu kommen?
Ja, wir freuen uns schon darauf. Wir bekommen im Juni ein Baby und haben auch einen Hund, daher denke ich, dass es für uns perfekt sein wird, in einer kleineren Stadt zu leben. Ich hatte jetzt zwei harte Jahre mit Verletzungen und nach meinem Gespräch mit Christof fühlte sich das für mich als die beste Entscheidung an. Wir finden es auch wichtig, dass unser „Wohnumfeld“ gut ist, und es klingt vielversprechend, dieses in Weißwasser zu haben. Ich denke, WSW wird perfekt sein.
Hattest Du vor Deinem Wechsel schon Berührungspunkte mit den Lausitzer Füchsen oder Erinnerungen an Spiele in Weißwasser?
Ich habe ein paar Freunde, die hier gespielt haben, aber keine weiteren Verbindungen, soweit ich weiß. Ich habe keine besonderen Erinnerungen, aber ich habe ja ein paar Jahre in Dresden gespielt und die Derbys miterlebt. Das waren immer tolle Spiele und eine unglaubliche Atmosphäre.
Du hast bereits viele Stationen und verschiedene Ligen erlebt. Welche Erfahrungen haben Dich als Spieler am meisten geprägt?
Ja, im Laufe der Jahre waren es viele Ligen und Teams. Ich hatte das Glück, schon in jungen Jahren mit Spielern zusammenzuspielen, die über enorme Erfahrung verfügten. Einige wirklich gute Führungsspieler, zu denen man aufschauen konnte. Gleichzeitig wurde mir klar, dass ich mich im Laufe der Jahre verändert habe, und ich glaube, das geht jedem so.
Wie würdest Du Deinen Spielstil selbst beschreiben?
Als Spieler würde ich mich als typischen 2-Wege-Center bezeichnen. Ich arbeite auf beiden Seiten hart. Ich bin ein ziemlich guter Schlittschuhläufer und Passgeber. Der Typ, der immer gewinnen will, würde ich sagen. Am besten spiele ich, wenn ich den Puck mit Tempo führe. Da kann ich aber nicht schießen, also müsste ich in diesem Fall „Spielmacher“ wählen😅
Du bist mit den Dresdner Eislöwen Meister geworden, demnächst wirst Du sie als Gegner haben. Welche Gedanken gehen Dir dabei durch den Kopf?
Ja. Es war eine unglaubliche Reise; es war damals mein Ziel, als ich unterschrieb, und es dann nach ein paar Jahren tatsächlich geschafft zu haben, war toll. Es wird Spaß machen, gegen sie zu spielen.
Dein Vater Thomas war selbst ein äußerst erfolgreicher Eishockeyspieler und gewann mit Schweden Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften. Wie sehr hat Dich das geprägt?
Er war ein großartiger Spieler. Er hat mich wahrscheinlich sehr beeinflusst. Ich bin schon in jungen Jahren mit im Umkleideraum herumgelaufen.
War Eishockey bei Euch zuhause ständiges Thema?
Ganz sicher. Eishockey war schon immer ein Thema am Esstisch.
Hat Dein Vater Dir einen Rat mitgegeben, der Dich bis heute begleitet?
Ich habe viele gute und wichtige Ratschläge von ihm bekommen, aber es ist jetzt nicht der „Eine“ direkt hängen geblieben.
Wolltest Du von Beginn an Eishockeyspieler werden?
Ich denke schon. Als ich jung war, habe ich erst noch 3–4 Sportarten ausgeübt und mich mit 15 oder 16 Jahren entschieden, mich vollkommen auf Eishockey zu konzentrieren.
Auch Dein Bruder ist erfolgreich im Eishockey unterwegs. Wie eng ist Euer Austausch heute noch?
Mein Bruder spielt in der Schweiz und das schon seit 9 bis 10 Jahren. Wir sind deshalb aber immer noch Brüder😅
Wie würdest Du Dich beschreiben, was ist David Rundqvist für ein Mensch?
Ich würde sagen, ich bin ein lockerer Typ. Ruhig, nett und bescheiden. Aber ich schätze, du musst dir deine eigene Meinung bilden😁
Was machst Du im Sommer am liebsten, wenn gerade kein Training ansteht?
Ich habe wahrscheinlich so etwa 15 Reiseziele, die ich gerne besuchen würde. Zum Beispiel Japan.
Es gilt der Spruch: Im Sommer werden Eishockeyspieler gemacht, wie sieht Dein Sommertraining aus?
Im Sommer haben wir eine Trainingsgruppe mit etwa 10 bis 12 Eishockeyspielern, die in verschiedenen Ligen spielen. Wir halten uns da gemeinsam fit, das macht mehr Spaß.
Wie wichtig ist Dir Familie als Ausgleich zum Profisport?
Ich würde sagen, die Familie ist das Wichtigste neben dem Sport. Das ich in Deutschland Eishockey spielen und gleichzeitig eine Familie haben kann, wäre nicht möglich, wenn meine Freundin nicht einige Opfer gebracht hätte. Und es ist ganz einfach so, dass für den Erfolg eines Eishockeyspielers die Familie extrem wichtig ist.
Bist Du eher der ruhige Typ oder jemand, der auch in der Kabine gern mal für Stimmung sorgt?
In der Umkleidekabine bin ich der ruhigere Typ, der aber auch gerne Spaß hat.
Die Füchse-Fans gelten als besonders leidenschaftlich und emotional. Wie hast Du das bisher wahrgenommen?
Ich habe die Fans in den letzten vier Jahren bei den Derby-Spielen erlebt und freue mich schon sehr darauf, das wieder zu erleben. Sie sind einfach großartig. Ich freue mich auf Sie.
Schnellfragerunde
Kaffee oder Energy-Drink?
Kaffee
Sommertraining oder erstes Eistraining?
Sommertraining, der Eis-Start ist immer anstrengend 😁
Tor oder Assist?
Vorlage
Frühaufsteher oder Langschläfer?
Keins von Beiden…
Lieblingssport außer Eishockey?
Golf
Lieblingsessen?
Meeresfrüchte
Lieblingsort zum Abschalten?
Zu Hause
Haustier?
Hund
Wer ist lustiger in der Familie Rundqvist?
Der Hund
Beste Eishockey-Erinnerung bisher?
Die Meisterschaft in Leksand
Was darf in keiner Kabine fehlen?
Kaffee und gute Teamkollegen.
Drei Worte, wenn Du an Eishockey denkst?
Forecheck, Backcheck, Gehaltsscheck (Scherz 😂)
David, vielen Dank für Deine Zeit. Wir freuen uns auf Dich!
Dankeschön. Und wir sehen uns im August.