Jetzt geht’s los: Die Füchse sind bereit

Vorbericht Aktuelles

Die Füchse starten mit Landshut und Bietigheim in die neue Saison

Nach Wochen der Vorbereitung geht es für die Lausitzer Füchse am Freitag erstmals um Punkte. Zum Auftakt der 14. DEL2-Saison empfangen die Blau-Gelben den EV Landshut in der Eisarena Weißwasser. Am Sonntag steht mit der Partie bei den Bietigheim Steelers bereits das erste Auswärtsspiel auf dem Programm. Zwei unterschiedliche Gegner, zwei anspruchsvolle Aufgaben und gleich 120 Spiel-Minuten, in denen sich erstmals zeigen wird, wo die neu formierte Füchse-Mannschaft zum Saisonstart steht.

„Die ganze Mannschaft ist froh, dass es jetzt losgeht“, sagt Cheftrainer Christof Kreutzer. Seine Mannschaft habe in der Vorbereitung gut gearbeitet. Nun gehe es darum, diese Arbeit erstmals unter Wettkampfbedingungen auf das Eis zu bringen.

Der letzte Test gegen die Eispiraten Crimmitschau endete mit einem 3:0-Erfolg. Vor allem defensiv präsentierten sich die Füchse dabei stabil und ließen über weite Strecken nur wenig zu.

Landshut gleich zum Auftakt eine echte Standortbestimmung

Mit dem EV Landshut wartet am Freitag direkt eine Mannschaft, die sich in dieser Saison höhere Ziele gesetzt hat. Der EVL belegte in der vergangenen Hauptrunde Platz acht und schied anschließend im Viertelfinale gegen den späteren Aufsteiger Krefeld Pinguine aus. In dieser Saison soll es für die Niederbayern weiter nach oben gehen. Die für einen möglichen Aufstieg notwendige Bürgschaft für die PENNY DEL wurde bereits im dritten Jahr in Folge hinterlegt.

Auch personell hat Landshut seinen Kader gezielt verstärkt. Im Tor ersetzt der Tscheche Stepan Lukes den nach Düsseldorf gewechselten Jonas Langmann. In der Defensive sorgt unter anderem Jonathon Blum für zusätzliche Erfahrung. Der 37-Jährige spielte in der NHL und KHL.

Für zusätzliche offensive Qualität soll Marc-Olivier Roy sorgen. Der Kanadier war in der vergangenen Saison mit 73 Punkten der zweitbeste Scorer. Gleichzeitig setzt Landshut auf einen großen Teil seines bewährten Kerns. Tor Immo und Trevor Gooch gehören weiterhin zu den offensiven Leistungsträgern.

Auch Füchse-Cheftrainer Christof Kreutzer zählt den EVL zu den Mannschaften des oberen Tabellendrittels. „Landshut ist sicherlich eines der Teams, die man auch im oberen Drittel mit dazurechnen muss“, sagt Kreutzer. Gerade die schussstarken Kontingentspieler und die Erfahrung im Kader machen den Auftaktgegner für ihn zu einer echten Herausforderung: „Sie werden uns alles abverlangen.“

Entsprechend sieht Kreutzer die Partie auch als erste Standortbestimmung für seine Mannschaft. Erst nach den ersten 60 Minuten werde man sehen, wo die Füchse stehen und „wo wir genau noch nachjustieren werden“. Die Vorfreude auf den Heimauftakt ist trotzdem groß: „Die Jungs werden bereit sein, alles zu geben.“

Neue Saison, neue Mannschaft

Auch bei den Lausitzer Füchsen hat sich im Sommer einiges verändert. Die Mannschaft wurde neu zusammengestellt und in mehreren Bereichen verstärkt. Gleichzeitig blieb ein wichtiger Kern erhalten. Kapitän Clarke Breitkreuz führt das Team auch in dieser Saison an.

Die Vorbereitung hat gezeigt, dass die Mannschaft zunehmend zusammengewachsen ist. Nach dem Turnier in Garmisch-Partenkirchen, dem Heimspiel gegen den polnischen Vize-Meister GKS Katowice den Partien gegen Berlin und Dresden sowie den beiden Duellen mit den Eispiraten Crimmitschau steht nun erstmals ein Pflichtspiel auf dem Programm.

Eine wichtige Nachricht gab es dabei unmittelbar vor dem Saisonstart auch aus dem Kader. Alex Brännstam und Jacob Schmidt-Svejstrup haben in dieser Woche ihre deutschen Pässe erhalten. Damit belegen beide künftig keine Kontingentstellen mehr.

„Wir sind froh, dass es rechtzeitig mit Schmidti und Alex geklappt hat, dass sie jetzt ihren deutschen Pass erhalten haben“, erklärt Kreutzer. Für die beiden Spieler sei es wichtig gewesen, rechtzeitig zum Saisonstart Klarheit zu haben. Auch für die Füchse ergeben sich dadurch zusätzliche Möglichkeiten bei der Besetzung des Spieltagskaders.

„Für uns ist es natürlich sehr wichtig, dass wir dahingehend komplett sind, wie wir das geplant haben“, so Kreutzer.

Sonntag wartet das Team aus dem Ellental

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nach dem Heimauftakt nicht. Am Sonntag geht es für die Füchse zu den Bietigheim Steelers.

Die Steelers haben in der vergangenen Saison als Wieder-Aufsteiger für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach dem Gewinn der Oberliga-Meisterschaft 2025 erreichte Bietigheim direkt das Halbfinale der DEL2. Ein großer Teil des erfolgreichen Kaders blieb zusammen, gleichzeitig wurde die Mannschaft an mehreren Stellen verändert und verjüngt.

Im Tor setzt Bietigheim auf eine junge Besetzung. Felix Noack verfügt über DEL2-Erfahrung und kommt mit einer Förderlizenz aus Mannheim. Dahinter stehen Dean Döge und Keanu Salmik zur Verfügung.

Auch in der Defensive wurde der Kader verändert. Mit Tim Bender kam ein erfahrener Verteidiger aus Kassel hinzu. Tim Schüle und Arne Uplegger gehören weiterhin zum Kern der Mannschaft. Uplegger, der dem Nachwuchs der Lausitzer Füchse entstammt, sammelte in der vergangenen Saison 46 Scorerpunkte.

Offensiv gehören unter anderem Jack Dugan, Cole Fonstad und Marek Racuk zu den Spielern, auf die Bietigheim setzt. Dazu kommen Alexander Preibisch, Benjamin Zientek und Justin Büsing. Mit Nolan Ritchie wurde außerdem ein Angreifer verpflichtet, der in der Oberliga bereits mit einer hohen Treffer- und Scorerquote auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Für Kreutzer ist Bietigheim deshalb ebenfalls eine anspruchsvolle Aufgabe. „Bietigheim war letztes Jahr schon ein sehr, sehr gefährlicher Gegner“, sagt der Füchse-Coach. Besonders das schnelle Umschaltspiel der Steelers ist ihm in Erinnerung geblieben. Unter dem neuen Trainer Tim Kehler erwartet er erneut eine Mannschaft, die schnell nach vorne spielt, offensiv Akzente setzt und mit aggressivem Forechecking Druck erzeugt.

„Gerade in Bietigheim ist es immer sehr, sehr schwer zu spielen für uns“, sagt Kreutzer. Gleichzeitig ist für ihn klar, wo der Fokus zunächst liegt: „Erstmal zählt es natürlich am Freitag das Spiel gegen Landshut und dann schauen wir weiter auf Sonntag.“

Die ersten 120 Minuten

Der Saisonstart hält für die Lausitzer Füchse damit direkt zwei unterschiedliche Aufgaben bereit.
Für das Team geht es zunächst darum, die Entwicklung aus der Vorbereitung in die Pflichtspiele zu übertragen. Erstmals stehen die Neuzugänge unter Wettbewerbsbedingungen auf dem Eis.
Und als nächstes ist es auch äußerst wichtig, wie schnell diese neu formierte Mannschaft ihren Rhythmus findet.

Freitag, 18. September – 19:30 Uhr
Lausitzer Füchse – EV Landshut
Eisarena Weißwasser

Information zu Parkmöglichkeiten rund um die Arena während der Eishockeyspiele der Lausitzer Füchse: Wir bitten alle Gäste, die mit dem PKW anreisen, die ausgewiesenen Parkplätze zu nutzen.

Sonntag, 20. September – 17:00 Uhr
Bietigheim Steelers – Lausitzer Füchse
EgeTrans Arena

Von beiden Spielen berichten SportEuropeTV und der Liveticker der Lausitzer Füchse.