Die Lausitzer Füchse stehen vor einem intensiven DEL2-Wochenende. Bereits einen Tag früher als gewohnt machte sich das Team von Headcoach Christof Kreutzer nach dem heutigen Abschlusstraining auf den Weg – mit gutem Grund. Am Freitagabend gastieren die Füchse bei den Wölfen Freiburg, der mit rund 800 Kilometern längsten Auswärtsfahrt der Saison.
Angesichts der aktuellen Witterungsverhältnisse wollte man kein Risiko eingehen, um die Partie regelkonform und pünktlich bestreiten zu können. Als positiver Nebeneffekt dürfte die frühzeitige Anreise dafür sorgen, dass die Füchse ohne sprichwörtliche „Busbeine“ ins Spiel gehen können. Direkt nach der Begegnung geht es zurück in die Lausitz, denn bereits am Sonntag wartet der nächste Härtetest: Die Starbulls Rosenheim gastieren in der Eisarena Weißwasser.
Freitag: Wölfe Freiburg – Kampf um den Anschluss
Seit Ende November steht Juraj Faith als Cheftrainer hinter der Freiburger Bande und sollte dem Team neue Impulse verleihen. Zwar konnten die Wölfe seitdem sieben ihrer letzten 14 Partien gewinnen – nicht alle davon nach regulärer Spielzeit –, dennoch steckt der letztjährige Pre-Playoff-Gegner der Füchse weiterhin im Tabellenkeller. Immerhin: Die Rote Laterne wurde an Kaufbeuren abgegeben, und der Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze beträgt nur noch zehn Punkte.
Damit sind die Freiburger auch schon wieder in unmittelbarer Reichweite zur DEG und den Lausitzer Füchsen, die beide exakt diesen 10-Punkte-Vorsprung aufweisen. Eine der größten Baustellen im Spiel der Breisgauer bleibt die Offensive: Mit durchschnittlich nur 25 Torschüssen pro Spiel und insgesamt 804 Abschlüssen stellen die Wölfe ligaweit die schwächsten Werte. Umso überraschender war der Auftritt am vergangenen Sonntag, als Freiburg 38 Schüsse auf das Tor von Bad Nauheim abgab, am Ende jedoch eine deutliche 0:6-Niederlage hinnehmen musste. Da zeigte sich einmal mehr, dass nicht nur Quantität, sondern auch Qualität dringend nötig sind, um Spiele zu gewinnen.
Topscorer der Wölfe ist aktuell Fabian Ilestädt mit 34 Punkten. Im Tor wechseln sich Patrik Červený und Fabian Hegmann ab. Die bisherigen Duelle mit den Füchsen verliefen stets ausgeglichen – Punkte gab es für beide Teams, den Zusatzpunkt sicherte sich jeweils die gastgebende Mannschaft.
Sonntag: Starbulls Rosenheim – Topteam mit Ambitionen zu Gast
Am Sonntagabend gastiert mit den Starbulls Rosenheim der derzeitige Tabellendritte der DEL2 in der Lausitz. Die Oberbayern reisen mit breiter Brust an und konnten in den bisherigen Saisonduellen gegen die Füchse jeweils als Sieger vom Eis gehen. Die Aufstiegsambitionen unterstreicht das Team von Headcoach Jari Pasanen mit konstant starken Leistungen: Seit dem elften Spieltag rangieren die Starbulls auf einem direkten Playoffplatz.
Mit bislang 1.054 abgegebenen Torschüssen gehören die Rosenheimer zu den offensivfreudigsten Teams der Liga und erzielten daraus 104 Treffer (Platz fünf). Auffällig sind die kontrastreichen Werte bei den Special Teams: Während das Powerplay mit 15,8 Prozent zu den schwächsten der Liga zählt, überzeugt das Penaltykilling mit starken 83,5 Prozent – ligaweit der zweitbeste Wert und damit auf Augenhöhe mit den Füchsen.
Topscorer im Team ist Scott Faser mit 29 Punkten. Zwischen den Pfosten stehen der Finne Oskar Autio sowie der 24-jährige Christopher Kolarz. Bereits Mitte Dezember verlängerten Faser und Jordan Taupert ihre Verträge vorzeitig.
Abseits des Eises sorgte in dieser Woche eine Anschuldigung gegen den Finnen Teemu Pulkkinen für Schlagzeilen. Ihm wurde rassistisches Verhalten im Zusammenhang mit einem Spieler der Düsseldorfer EG vorgeworfen. Pulkkinen wies die Anschuldigungen in einem Statement gegenüber der Liga zurück, der Club selbst behält sich weitere rechtliche Schritte im Sinne und Namen des eigenen Schützlings vor.
Unsere Füchse: Frische und Selbstvertrauen gefragt
Die Lausitzer Füchse mussten zuletzt auswärts in Regensburg Lehrgeld zahlen und kehrten ohne Punkte und eigenen Treffer zurück. Nach dem intensiven Spielpensum der vergangenen Wochen zeigte sich Cheftrainer Christof Kreutzer erleichtert, dass erstmals wieder eine „normale“ Trainingswoche möglich war, in der auch individuelle Inhalte in den Fokus rücken konnten.
Der personelle Aderlass rund um den Jahreswechsel zwang das Trainerteam zuletzt immer wieder zu Umstellungen. Welche Spieler am Freitag in Freiburg tatsächlich zur Verfügung stehen, wird sich kurzfristig entscheiden. Die zuletzt erkrankten Akteure sind noch nicht vollständig wieder bei hundert Prozent. Positiv: Moritz Kretzschmar steht nach der U20-WM Pause wieder im Kader der Füchse, Torhüter Lennart Neiße wurde hingegen direkt nach Berlin beordert.
Für die kommenden Aufgaben benötigen die Füchse vor allem Mut, Zielstrebigkeit und Selbstvertrauen im Abschluss. Dass die Mannschaft Tore erzielen kann, hat sie im Saisonverlauf mehrfach bewiesen. Die Stimmung im Team ist intakt. Goldhelmträger ist Clarke Breitkreuz mit 24 Punkten. Im Tor stehen Anthony Morrone und Pascal Seidel im Aufgebot.
Hinweise für Arena-Besucher am Sonntag
Parkmöglichkeiten rund um die Eisarena
Wir bitten alle Gäste, die mit dem PKW anreisen, ausschließlich die ausgewiesenen Parkflächen zu nutzen. Eine Übersicht der Parkmöglichkeiten finden Sie auf der Website der Lausitzer Füchse.
Wichtiger Hinweis:
Der rot markierte Parkplatz am Supermarkt ist ein überwachter Privatparkplatz und darf während des Stadionbesuchs nicht genutzt werden, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden.
Spieltermine & Übertragung
Freitag: 19:30 Uhr – Wölfe Freiburg vs. Lausitzer Füchse
Sonntag: 17:00 Uhr – Lausitzer Füchse vs. Starbulls Rosenheim
Sportdeutschland.TV sowie der Liveticker der Lausitzer Füchse berichten von beiden Partien live.
Foto Impressionen von der Busabfahrt nach Freiburg








