Gute Ausgangslage, schwere Aufgaben

Vorbericht Aktuelles

Die Lausitzer Füchse gehen mit Selbstvertrauen in zwei wichtige Partien 

Die Lausitzer Füchse gehen mit Rückenwind in das anstehende Spieltagswochenende der DEL2. Sieben der vergangenen acht Partien konnten die Blau-Gelben für sich entscheiden. Diese Entwicklung hat die Ausgangslage im Tabellenkampf spürbar verändert. Vor dem Wochenende beträgt der Rückstand auf einen direkten Playoffplatz nur noch drei Punkte. Ein Ziel, das die Lausitzer Füchse seit der Saison 2018/2019 nicht mehr erreicht haben. Gleichzeitig liegt der Vorsprung auf einen Playdownrang bei komfortablen 14 Punkten bei noch 18 zu vergebenden Zählern. Cheftrainer Christof Kreutzer sieht die Gründe für die Stabilisierung vor allem in der mannschaftlichen Geschlossenheit und der klareren Spielstruktur: „Insgesamt funktioniert vieles besser als noch vor einigen Wochen. Wir stehen defensiv stabil, arbeiten geschlossen zurück und spielen in der eigenen Zone einfacher. Außerdem hilft uns der aktuell breitere Kader, unser energiereiches Spiel umzusetzen. Auch in den Special Teams haben wir einen Schritt nach vorn gemacht.“

Mit dieser Einschätzung trifft Christof Kreutzer einen zentralen Punkt. Zwar fehlen aktuell verletzungsbedingt weiterhin Louis Anders, Nikita Knaus sowie Nils Elten, doch der restliche Kader steht weitgehend zur Verfügung. Das sorgt für Wettbewerb und damit für einen aktiven Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft. Der interne Wettbewerb betrifft dabei alle Mannschaftsteile. Spieler wie Marlon Braun haben sich zuletzt wieder stärker in den Vordergrund gespielt, während andere Akteure phasenweise weniger Eiszeit erhalten. Christof Kreutzer bewertet diese Situation ausdrücklich positiv: „Ein aktiver Konkurrenzkampf ist wichtig. Wenn wir schwierige Entscheidungen treffen müssen, zeigt das, dass das Niveau stimmt. Jeder Spieler will sich anbieten, jeder will spielen. Auch wenn die Entscheidungen für Einzelne manchmal hart sind, hilft uns das als Team.“

Ausschlaggebend für die Punktgewinne der vergangenen Wochen war vor allem die defensive Stabilität sowie die Effizienz vor dem gegnerischen Tor. In den letzten acht Spielen kassierten die Lausitzer Füchse lediglich 15 Gegentore. Nur in einer Partie musste man mehr als zwei Treffer hinnehmen. Das Defensivspiel ist dabei nicht allein Aufgabe der Verteidigung oder der Torhüter, sondern das Ergebnis konsequenter Teamarbeit. Die Stürmer arbeiten intensiver nach hinten, die Wege sind kürzer und in der eigenen Zone wird einfacher gespielt. Auch auf der Torhüterposition zeigte sich die mannschaftliche Geschlossenheit. Nach der verletzungsbedingten Pause von Anthony Morrone, der acht Spiele fehlte, übernahmen Lennart Neiße und Pascal Seidel Verantwortung und überzeugten mit verlässlichen Leistungen. Seit seiner Rückkehr präsentiert sich Anthony Morrone wieder in starker Form und fügt sich nahtlos in das stabile Defensivgefüge ein. Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass sich die Lausitzer Füchse auf mehrere Optionen verlassen können. Neben der defensiven Stabilität hat sich auch die Chancenverwertung merklich verbessert. 30 erzielte Tore in den vergangenen acht Spielen belegen die gesteigerte Effizienz. Bemerkenswert ist dabei die breite Verteilung der Scorerpunkte. Topscorer in diesem Zeitraum war Lane Scheidl mit zwölf Punkten, unterstützt unter anderem von Adam Brady und Clarke Breitkreuz. Doch auch andere Reihen trugen regelmäßig zur Offensive bei. Gerade diese Ausgeglichenheit macht die Lausitzer Füchse derzeit schwer berechenbar. Gegner können sich nicht auf einzelne Schlüsselspieler konzentrieren, sondern müssen jede Formation ernst nehmen. Gerade die Ausgeglichenheit im Kader sieht der Trainer als Vorteil. Jede Reihe kann offensiv Akzente setzen, wodurch sich die Last nicht auf einzelne Schultern verteilt.

Die Frage, ob die Mannschaft nun endgültig ihren Rhythmus gefunden hat, sieht Christof Kreutzer differenziert. Für ihn gehört eine solche Phase zu einem natürlichen Entwicklungsprozess innerhalb einer Saison: „Je öfter du im gleichen Line-up spielst, je mehr du Fehler minimierst und junge Spieler daraus lernen, nicht immer wieder die gleichen Fehler zu machen, desto mehr zahlt sich das im Nachhinein aus. In dieser Phase sind wir jetzt. Wenn es dann funktioniert, stärkt das natürlich auch das Selbstbewusstsein.“

Am kommenden Wochenende stehen zwei unterschiedliche Spiele auf dem Programm. Am Freitag gastieren die Lausitzer Füchse um 19:30 Uhr beim EC Bad Nauheim, ehe am Sonntag die Ravensburg Towerstars in der heimischen Eisarena Weißwasser/O.L. zu Gast sind. Während Bad Nauheim um wichtige Punkte im Tabellenkeller kämpft, geht es für Ravensburg darum, seinen direkten Playoffplatz zu festigen. Für Christof Kreutzer macht die Ausgangslage jedoch keinen Unterschied: „Jedes Spiel ist schwer. Die Liga ist so eng, dass jeder jeden schlagen kann.“

Schwierige Auswärtsaufgabe in Bad Nauheim

Am Freitag wartet mit dem EC Bad Nauheim eine Mannschaft, deren Tabellenposition nicht über ihre Qualität hinwegtäuschen darf. Die Hessen durchleben eine schwierige Saison. Nach einem Trainerwechsel von Peter Russell zu Antti Karhula blieb die erhoffte sportliche Trendwende bislang begrenzt. Aus den letzten sechs Spielen gelangen zwei Siege. Ähnlich wie bei den Lausitzer Füchsen setzt auch der EC Bad Nauheim auf mannschaftliche Geschlossenheit und verteilt die Verantwortung auf mehrere Schultern. Mit Justin MacPherson, Sebastian Bengtsson, Parker Bowles, Davis Koch und Jordan Hickmott haben gleich fünf Akteure die Marke von 30 Scorerpunkten überschritten. Zudem steht mit Gerald Kuhn ein sehr erfahrener Torhüter zur Verfügung, der in dieser Saison eine Fangquote von 91,38 Prozent vorweisen kann. Der jüngste Auswärtssieg Bad Nauheims in Düsseldorf hat gezeigt, dass die Mannschaft trotz Tabellenlage konkurrenzfähig ist. Christof Kreutzer erwartet daher ein anspruchsvolles Auswärtsspiel: „In Bad Nauheim ist es nie einfach zu spielen. Sie sind trotz der Tabellensituation eine gefährliche Mannschaft. Wir müssen über 60 Minuten konsequent spielen und dürfen uns keine Nachlässigkeiten erlauben.“

Auf die Frage, wie wichtig ein frühes Tor sein kann, um Bad Nauheim früh zu beschäftigen, sagt Christof Kreutzer: „Eine frühe Führung ist immer gut. Dann muss der Gegner ein bisschen mehr kommen und ein bisschen mehr aufmachen. Gerade in der Situation, in der sich Bad Nauheim gerade befindet, ist das hilfreich. Aber wir haben in dieser Saison auch schon mehrfach bewiesen, dass wir Spiele nach Rückstand wieder drehen können.“ Für den Coach ist zudem entscheidend, auch aufgrund der langen Anreise, gut ins Spiel zu kommen. Beide Standorte trennen knapp 540 Kilometer. Gleichzeitig hat die Mannschaft in dieser Saison schon mehrfach bewiesen, dass die berühmten „Busbeine“ kein entscheidender Faktor sein müssen. Trainer Christof Kreutzer weiß um die Qualitäten der Gastgeber. Auffällig ist, dass mit Justin MacPherson ein Verteidiger der Topscorer im Team der Bad Nauheimer ist. Er treibt das Spiel gern von hinten an und ist auch in den Special Teams ein Schlüsselspieler. Dennoch betont der Cheftrainer, dass der Fokus nicht allein auf MacPherson liegen darf. Trotz der Tabellenlage steckt im Kader des EC Bad Nauheim entsprechend viel Qualität. Zusätzlich wurde Bad Nauheim auf dem Spielermarkt aktiv. Mit Ryan Olsen verpflichteten die Roten Teufel einen Spieler, der Erfahrung mitbringt und dem Team helfen soll. Trainer Antti Karhula beschreibt ihn so: „Ryan ist ein erfahrener Profi. Er ist technisch beschlagen und hat in der Vergangenheit oftmals seine Qualitäten unterstrichen.“ Der Transfer soll insbesondere in der Offensive neue Impulse setzen.

Für die Lausitzer Füchse ist es damit ein wichtiges und zugleich anspruchsvolles Spiel, in dem ein weiterer Schritt Richtung Playoffplätze möglich ist und gleichzeitig die Gelegenheit besteht, den Abstand zu Bad Nauheim weiter zu vergrößern. Bully ist um 19:30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion.

Vergleich beider Mannschaften vor dem Wochenende
 

 EC BAD NAUHEIMLAUSITZER FÜCHSE
Punkte5470
Tabellenplatz12.7.
Siege1319
Niederlagen2418
Tore122136
Gegentore142137
Powerplay14,9 %24,2 %
Unterzahlquote77,1 %81,8 %
Strafen431358
TopscorerJustin MacPherson (36 Punkte)Lane Scheidl (39 Punkte)

 

Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars 

Am Sonntag treffen die Lausitzer Füchse in der heimischen Eisarena Weißwasser/O.L. auf die Ravensburg Towerstars. Die Oberschwaben und haben sich nach einem schwierigen Saisonstart im Laufe der Spielzeit deutlich stabilisiert. Inzwischen gehören sie verdient zu den Top sechs der Liga und befinden sich damit auf direkten Playoffplatz. Die Mannschaft von Cheftrainer Bohuslav Subr bestreitet zunächst am Freitag ein Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim, bevor sie anschließend die rund 680 Kilometer lange Reise nach Weißwasser antreten muss. Trotz dieser Belastung erwartet Füchse-Cheftrainer Christof Kreutzer einen äußerst anspruchsvollen Gegner: „Ravensburg ist zu Beginn der Saison nicht optimal gestartet, aber man hat früh gesehen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Im Laufe der Saison haben sie diese Qualität bestätigt.“

Die bisherigen Duelle in dieser Saison verliefen aus Sicht der Lausitzer Füchse erfolgreich. Aus drei Aufeinandertreffen konnten sieben Punkte geholt werden, ein deutlicher Unterschied zur Vorsaison, in der man gegen Ravensburg ohne Punktgewinn blieb. Für Christof Kreutzer ist auch das ein Hinweis auf die Entwicklung der eigenen Mannschaft, warnt jedoch gleichzeitig vor der aktuellen Stärke der Towerstars: „Ravensburg hat inzwischen wieder zu dem Spiel gefunden, das sie über Jahre ausgezeichnet hat. Sie sind sehr strukturiert und zurecht dort oben platziert.“

Ein Blick auf die jüngsten Ergebnisse zeigt die Konstanz der Gäste. Sechs der letzten acht Spiele konnten die Towerstars für sich entscheiden. Niederlagen gab es lediglich gegen die Eisbären Regensburg und die Kassel Huskies. Diese Bilanz unterstreicht, dass sich das Team im Saisonverlauf deutlich gefunden hat und aktuell geschlossen auftritt. Offensiv verfügen die Ravensburger über mehrere Spieler mit großer Durchschlagskraft. Mark Rassell und Robbie Czarnik zählen mit über 50 Scorerpunkten zu den produktivsten Angreifern der Liga und können Spiele mit individuellen Aktionen entscheiden. Ergänzt wird diese Qualität unter anderem durch Erik Jinesjö Karlsson, der ebenfalls zu den offensiven Leistungsträgern zählt. Damit trifft die Füchse-Defensive auf eine Mannschaft, die über mehrere gefährliche Reihen verfügt und offensiv variabel agieren kann.

Statistisch zeigen sich bei Ravensburg hingegen Unterschiede in den Special Teams. Die Powerplayquote liegt derzeit bei 14,1 Prozent, auch in Unterzahl bewegt sich die Erfolgsquote im unteren Ligabereich. Demgegenüber konnten sich die Lausitzer Füchse im Saisonverlauf gerade in diesen Bereichen stabilisieren und zählen sowohl im Überzahl- als auch im Unterzahlspiel zu den effizienteren Teams. Christof Kreutzer sieht darin einen möglichen Ansatzpunkt, betont jedoch zugleich die Bedeutung der konsequenten Umsetzung: „Überzahl- und Unterzahlsituationen können Spiele entscheiden. Wir müssen dort diszipliniert bleiben und unsere Abläufe sauber ausspielen.“ Die Ausgangslage verspricht ein Spiel auf Augenhöhe. Ravensburg möchte seine Position im oberen Tabellenbereich festigen, während die Lausitzer Füchse mit einem weiteren Erfolg ihre positive Entwicklung untermauern können. Entscheidend werden erneut Struktur, Disziplin und Effizienz in den entscheidenden Momenten sein.

Ihr wollt live dabei sein? Kein Problem. Sichert euch noch jetzt euer Ticket für das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die Ravensburg Towerstars. Die Tickets sind wie gewohnt in unserem Ticket-Onlineshop sowie in unseren Fanshop Hockeyfuchs Lausitz erhältlich.

Vergleich beider Mannschaften vor dem Wochenende 

 LAUSITZER FÜCHSERAVENSBURG TOWERSTARS
Punkte7078
Tabellenplatz7.4.
Siege1922
Niederlagen1817
Tore136142
Gegentore137140
Powerplay24,2 %14,1 %
Unterzahlquote81,8 %77,2 %
Strafen358486
TopscorerLane Scheidl (39 Punkte)Mark Rassell (58 Punkte)

Spieltermine & Übertragung
Die Spiele der Lausitzer Füchse werden bei SportEurope.TV übertragen. Außerdem berichtet der Liveticker der Lausitzer Füchse von beiden Partien live. 

Freitag: EC Bad Nauheim vs. Lausitzer Füchse - Spielbeginn um 19:30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion
Sonntag: Lausitzer Füchse vs. Ravensburg Towerstars - Spielbeginn um 17:00 Uhr in der Eisarena Weißwasser/O.L.

Parkmöglichkeiten rund um die Eisarena
Wir bitten alle Gäste, die mit dem PKW anreisen, ausschließlich die ausgewiesenen Parkplätze zu nutzen.