Die Lausitzer Füchse stehen am kommenden Wochenende vor zwei richtungsweisenden Partien. Nach zuletzt unglücklichen Niederlagen müssen dringend wieder Punkte her. Die Tabelle unterstreicht, wie eng der Kampf um die Pre-Playoff-Plätze geführt wird: Mit 45 Punkten rangieren die Füchse aktuell auf Platz zehn. Die Playdown-Ränge sind jedoch nur einen Katzensprung entfernt – die Plätze 11 und 12 folgen mit 44 beziehungsweise 42 Punkten.
Die Situation wurde zuletzt durch erhebliche Personalsorgen erschwert. Über den Jahreswechsel fehlten zeitweise bis zu elf Spieler verletzungs- oder krankheitsbedingt, was es Headcoach Christof Kreutzer enorm erschwerte, konstante Reihen zu formieren. Das Kader-Update für dieses Wochenende wurde bereits veröffentlicht. Von Entspannung kann zwar gesprochen werden – allerdings nur in sehr begrenztem Maße.
Den letzten Heimsieg feierten die Füchse noch im alten Jahr beim 3:1 gegen den EV Landshut. Seitdem kämpft die Mannschaft mit viel Einsatz und hohem Kraftaufwand um wichtige Zähler. Am kommenden Wochenende soll nun endlich der sprichwörtliche Knoten platzen.
Die Gegner im Fokus
Freitag: EC Bad Nauheim
Der EC Bad Nauheim zählt zu den direkten Verfolgern der Füchse. Mit 42 Punkten belegen die Hessen aktuell den 12. Tabellenplatz, haben allerdings zwei Spiele weniger absolviert als die Lausitzer. Die Saison verläuft für das Team von Headcoach Peter Russell bislang alles andere als konstant. Meist fand sich Bad Nauheim in der Playdown-Zone wieder, nur selten im gesicherten Mittelfeld – der psychische Druck ist entsprechend hoch.
In den vergangenen Spielen zeigte sich jedoch ein leichter Aufwärtstrend: Zwei Siege in Folge sowie ein Punkt nach Verlängerung am vergangenen Sonntag in Bietigheim sprechen dafür. Im direkten Vergleich setzte sich bislang stets das jeweilige Heimteam durch. Anfang Dezember unterlagen die Füchse in Bad Nauheim deutlich mit 0:5 – ein Warnsignal, welches Potenzial die Roten Teufel haben.
Personell muss Bad Nauheim an diesem Wochenende auf Angreifer Sebastian Zimmermann sowie Verteidiger Simon Gnyp verzichten. Den Goldhelm trägt Verteidiger Justin MacPherson mit 30 Punkten (8 Tore, 22 Assists). Im Tor überzeugt Gerald Kuhn mit einer Fangquote von über 92 Prozent.
Sonntag: Ravensburg Towerstars
Die Towerstars aus Ravensburg haben sich Stück für Stück aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet und stehen aktuell auf Rang sechs. In 34 Partien (ein Spiel weniger als die Füchse) sammelten die Oberschwaben 53 Punkte. Acht der letzten zehn Spiele konnten die Ravensburger für sich entscheiden, allerdings lediglich drei davon auf heimischem Eis.
Nichtsdestotrotz zeigt die Formkurve klar nach oben, das Playoff-Viertelfinale ist wieder fest im Blick. Die Top-Reihe um Goldhelm-Träger Mark Rassell (39 Punkte), Robbie Czarnik und Erik Karlsson kommt zusammen auf beeindruckende 106 Scorerpunkte und wird auch am Sonntag das offensive Herzstück bilden.
Im Tor stand zuletzt der erst 20-jährige Nico Wiens. Der mit einer Förderlizenz der Selber Wölfe ausgestattete Goalie kommt nach drei Einsätzen auf eine starke Fangquote von 95,29 Prozent. Die bisherigen direkten Duelle gegen Ravensburg entschieden jeweils die Lausitzer Füchse für sich.
Unser Team - Füchse wollen zurück in die Spur
Die Füchse gehen mit einer leicht entspannten Personallage in das Wochenende. Wie bereits kommuniziert, kann Headcoach Christof Kreutzer wieder auf ein breiteres Line-up zurückgreifen. Auch wenn hinter dem einen oder anderen Einsatz noch ein Fragezeichen steht, lassen sich die Aufgaben wieder besser auf mehrere Schultern verteilen.
Am Einsatzwillen und an der Spielfreude mangelte es zuletzt nicht. Ausschlaggebend für die fehlenden Siege war vielmehr die nicht gewohnte Qualität bei Spielzügen und Abschlüssen. Mit aktuell 10,3 Schüssen pro Tor müssen die Blau-Gelben diese Quote weiterhin hochhalten oder idealerweise noch steigern, um erfolgreich zu sein.
Bemerkenswert bleibt die Gesamteffizienz der Special Teams, die weiterhin bei über 100 Prozent liegt. Genau hier könnte am Wochenende ein entscheidender Schlüssel liegen, denn sowohl Bad Nauheim (92,5 %) als auch Ravensburg (87 %) sind in diesem Bereich deutlich schwächer.
Im Tor werden Pascal Seidel und Lennart Neiße alles daransetzen, ihre Fangquoten von über 92 beziehungsweise 91 Prozent zu bestätigen oder weiter zu verbessern. Den Goldhelm wird am Freitag Lennard Nieleck tragen. Punkt- und torgleich mit Lane Scheidl gab sein zuletzt erzielter Scorerpunkt den Ausschlag.
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Spieltermine & Übertragung
Freitag: Spielbeginn um 19:30 Uhr in der Eisarena
Sonntag: Spielbeginn um 18:30 Uhr in Ravensburg
Sportdeutschland.TV sowie der Liveticker der Lausitzer Füchse berichten von beiden Partien live.