Im Rahmen einer externen Lehrveranstaltung war die Duale Hochschule Sachsen (DHSN), Standort Riesa, am Mittwoch zu Gast in der Eisarena Weißwasser. Die Studierenden des zweiten Semesters aus den Studienrichtungen Sport- und Eventmanagement erhielten dabei einen umfassenden Praxiseinblick in die Abläufe eines professionellen Eishockeystandortes.
Gastgeber der Veranstaltung waren die Stadt Weißwasser sowie die Lausitzer Füchse. Im Mittelpunkt stand dabei ein mehrstündiger Vortrag von Geschäftsführer Dirk Rohrbach, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den komplexen Alltag eines Profivereins in der DEL2 näherbrachte. Thematisiert wurden unter anderem die organisatorischen, wirtschaftlichen und logistischen Anforderungen rund um einen Spieltag – von der Planung über Sicherheitskonzepte bis hin zur Durchführung eines modernen Sportevents.
„Viele Menschen sehen am Ende nur das Spiel auf dem Eis. Was im Hintergrund notwendig ist, damit ein DEL2-Spieltag überhaupt stattfinden kann, wird oft unterschätzt. Genau diese Einblicke wollten wir den Studierenden vermitteln“, erklärte Dirk Rohrbach.
Mitten unter den Teilnehmern befand sich auch Oskar Schulze, der bei den Lausitzer Füchsen tätig ist und genau diesen Studiengang an der Dualen Hochschule Sachsen absolviert. Für ihn war der Praxistag in der Eisarena somit ein Heimspiel auf vertrautem Terrain. Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Club ist Oskar bereits der vierte Student, der bei den Lausitzer Füchsen seine praktische Ausbildung absolviert. Erst im vergangenen Jahr wurde Charlotte Gneuss nach ihrem dualen Studium fest in das Team übernommen. Mit ihrem Wissen ist sie inzwischen eine wichtige Stütze im Spieltags Alltag sowie in den Bereichen Social Media, Controlling und Nachhaltigkeit.
Die Veranstaltung ist Teil des dualen Studienkonzeptes der DHSN, bei dem Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt werden. Nach Angaben von Dozentin Alexandra Kroczewski stellt der Besuch in Weißwasser dabei eine besondere Form der praxisnahen Ausbildung dar.
„Wir sind heute hier, weil die Lausitzer Füchse schon seit langer Zeit Praxispartner unserer Hochschule sind. Uns ist es wichtig, Theorie und Praxis noch stärker miteinander zu verbinden. Genau dafür sind solche externen Lehrveranstaltungen enorm wertvoll“, so Kroczewski.
Die Studierenden absolvieren ein dreijähriges duales Studium und wechseln dabei regelmäßig zwischen Theoriephasen in Riesa und Praxisphasen bei ihren jeweiligen Partnerunternehmen. Die Gruppe in Weißwasser befindet sich aktuell im zweiten Semester.
Neben dem Vortrag der Lausitzer Füchse erhielten die angehenden Sport- und Eventmanager im zweiten Teil des Tages eine ausführliche Führung durch die Eisarena. Steffen Korn von der Stadt Weißwasser gewährte dabei exklusive Einblicke hinter die Kulissen der modernen Sportstätte – von technischen Abläufen bis hin zu infrastrukturellen Besonderheiten einer Eisarena.
Die Lausitzer Füchse möchten die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Sachsen in den kommenden Jahren weiter vertiefen. Dabei soll auch die Einbeziehung der Stadt Weißwasser weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Perspektivisch sollen die Studierenden zudem Projektarbeiten entwickeln, die sich mit Sport- und Veranstaltungsstätten wie der Eisarena Weißwasser beschäftigen.
„Die heutige Veranstaltung kann definitiv als Grundlage für eine vertiefte Zusammenarbeit gesehen werden“, betonte Alexandra Kroczewski abschließend.
Fotos: Lausitzer Füchse




