Die Lausitzer Füchse konnten am Freitagabend erneut eine Partie zu ihren Gunsten entscheiden und belegen kurz vor dem Jahreswechsel einen direkten Playoff-Platz. Doch wie viel diese Momentaufnahme am Ende wirklich wert sein wird, entscheidet sich letztlich erst nach dem 52. Spieltag. Der Abstand zum Tabellenfünften, den Eispiraten Crimmitschau, beträgt lediglich drei Punkte. Mit einem Sieg in Westsachsen könnten sich die Füchse nicht nur in ihrer Spielweise, sondern auch tabellarisch weiter stabilisieren.
Erstaunlich auf Seiten der Füchse ist, dass trotz mehrerer Spielerausfälle weiterhin positive Ergebnisse erzielt werden. Dies zeugt von einer guten Kaderarbeit und einem funktionierenden Teamgefüge unter allen drei Coaches.
Unser Gegner – die Eispiraten Crimmitschau
Bei den Westsachsen wechselten sich zuletzt Siege und Niederlagen in gleichmäßiger Reihenfolge ab. Insgesamt holten sie jedoch seit dem 12.12. vier Siege aus sechs Partien. Am gestrigen Abend gewannen sie ihr Heimspiel gegen Bad Nauheim mit 5:3. Die Heimstärke der Eispiraten lässt sich auch statistisch untermauern: 30 der insgesamt 44 Punkte wurden auf eigenem Eis erkämpft, zudem konnten sie die letzten fünf Heimpartien allesamt für sich entscheiden.
Der schlechteste Tabellenplatz war in dieser Saison lediglich Rang zehn, ansonsten bewegen sich die Jungs von Headcoach Jussi Tuores überwiegend zwischen dem vierten und sechsten Tabellenplatz – ein Zeichen für ein sehr ausgeglichenes und erfolgreiches Team. Überzeugend präsentiert sich zudem die Arbeit der Special Teams: Platz drei im Überzahlspiel sowie Platz fünf in Unterzahl unterstreichen die Gefährlichkeit des Gegners sowohl mit einem Mann mehr als auch mit einem Mann weniger auf dem Eis.
Die krankheitsbedingten Personalsorgen scheinen sich in Crimmitschau weitgehend aufgelöst zu haben, mit fünf Langzeitverletzten ist der Kader jedoch weiterhin alles andere als vollständig.
Den Goldenen Helm trägt aktuell Corey Mackin mit 35 Scorerpunkten. Im Tor setzen die Eispiraten auf Kevin Reich und Christian Schneider, beide überzeugen mit Fangquoten von über 90 Prozent.
Die bisherigen beiden Aufeinandertreffen der sächsischen Rivalen in dieser Saison konnte jeweils das Heimteam für sich entscheiden.
Unser Team – die Lausitzer Füchse
Die Füchse überzeugten am Freitag erneut mit einem unglaublichen Kampfgeist und entschieden die Partie wieder einmal in den letzten Sekunden zu ihren Gunsten – ein deutliches Zeichen für den starken Willen der gesamten Mannschaft. Wie bereits erwähnt, können auch Spielerausfälle derzeit gut kompensiert werden. Das Extralob des Coaches an Pascal Seidel für seinen ersten Einsatz im Tor der Lausitzer Füchse setzte dem gelungenen Auftritt vom Freitagabend noch das Sahnehäubchen auf.
Dennoch muss das Team aus Weißwasser weiter an der defensiven Stabilität arbeiten, um aus einer sicheren Defensive heraus der Offensive mehr Möglichkeiten zum Torabschluss zu geben. In der vergangenen Partie offenbarte sich genau dort eine der Baustellen der Füchse: Lediglich 24 Torschüsse standen am Ende zu Buche, während die Blue Devils mit 41 Schüssen beinahe doppelt so häufig zum Abschluss kamen. Den Eispiraten sollten die Füchse nicht zu viele dieser Einladungen bieten, das könnte sich bitter rächen.
Im direkten Vergleich zeigt die Gesamtstatistik nahezu Gleichstand: In bislang 94 Liga-Begegnungen siegten die Füchse 48-mal, Crimmitschau 46-mal (ohne Vorbereitungsspiele). In der aktuellen Saison konnte jeder Derbygegner einmal gewinnen.
Topscorer bei den Blau-Gelben ist derzeit Lane Scheidl mit 23 Punkten. Wer morgen letztlich im Line-up stehen wird, entscheidet sich kurzfristig. Gegebenenfalls können der ein oder andere krankheitsbedingte Ausfall wieder mitwirken.
Die Partie der Lausitzer Füchse beginnt am Sonntag um 17:00 Uhr. SportEurope.TV sowie der Liveticker der Füchse berichten live aus der Eisarena.
Wichtiger Hinweis:
Der Gästeblock in Crimmitschau ist restlos ausverkauft. Eine Anreise ohne Ticket ist daher nicht zu empfehlen.