Mit dem siebten Tabellenplatz nach Abschluss der Hauptrunde haben sich die Lausitzer Füchse für die Pre-Playoffs der DEL2 qualifiziert. Dort wartet nun ein echter Klassiker: In der Best-of-Three-Serie treffen die Blau-Gelben auf den Tabellenzehnten, die Eispiraten Crimmitschau. Damit kommt es mindestens zu zwei weiteren Derbys der sächsischen Rivalen.
Die Serie beginnt am Mittwochabend in der Eisarena Weißwasser. Spiel zwei findet am Freitag im Kunsteisstadion im Sahnpark in Crimmitschau statt. Sollte danach noch keine Entscheidung gefallen sein, fällt diese am Sonntag erneut in Weißwasser. Der Sieger der Serie zieht ins Viertelfinale der DEL2-Playoffs ein. In der zweiten Pre-Playoff-Serie stehen sich die Düsseldorfer EG und der EV Landshut gegenüber.
Füchse mit Rückenwind aus dem letzten Hauptrundenspiel
Zum Abschluss der Hauptrunde setzten die Lausitzer Füchse noch einmal ein deutliches Zeichen. Im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG zeigte die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer eine überzeugende Leistung und gewann klar mit 5:0. In dieser Partie war bereits stellenweise echtes Playoff-Fieber zu spüren.
Bemerkenswert war dabei vor allem die Effektivität im Powerplay: Vier der fünf Treffer erzielten die Füchse in Überzahl, ein nahezu perfekter Abend für die Special Teams. Sollte dieses Überzahlspiel auch in den Pre-Playoffs funktionieren, wäre das ein wichtiger Faktor im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale. Denn klar ist auch: Die kommenden Duelle werden alles andere als einfach. In einer kurzen Best-of-Three-Serie müssen die Füchse über jeweils 60 Minuten ihre beste Leistung abrufen.
Unser Team
Personell kann das Trainerteam voraussichtlich auf den Kader aus dem letzten Hauptrundenspiel zurückgreifen. Zwischen den Pfosten präsentierte sich zuletzt Anthony Morrone erneut in Topform. Der Füchse-Torhüter sicherte sich beim 5:0 gegen Düsseldorf bereits seinen zweiten Shutout der laufenden Saison. Mit seiner Ruhe und seinen starken Paraden gibt er der Mannschaft zusätzliche Stabilität. Auch Goalie Pascal Seidel ist in Topform und Einsatzbereit.
Die Ausgeglichenheit über die gesamte Saison im Füchse-Kader über vier Reihen zeigt sich auch in der Scorer-Statistik. Neun Spieler warten mit Werten zwischen 20 und 42 Punkten auf. Lane Scheidl beendete die Hautrunde mit 42 Punkten und avancierte damit zum Topscorer.
Für Füchse-Coach Christof Kreutzer wird es entscheidend sein, seine Mannschaft auf die kritischen Phasen einer Partie vorzubereiten. Gerade in engen Spielen, wie sie in der Hauptrunde mehrfach vorkamen, muss das Team Ruhe bewahren und seine Stärken ausspielen. Gerade in einer kurzen Best-of-Three-Serie können wenige Minuten über Sieg oder Niederlage entscheiden. „Wir haben über 52 Spieltage gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Unser erstes Ziel haben wir längst erreicht, jetzt konzentrieren wir uns voll auf die kommenden Aufgaben. Jeder im Team weiß, worum es geht. Ab morgen müssen alle mit 120 Prozent dabei sein, dann ist in dieser Saison noch vieles möglich. Zusätzlichen Spirit haben uns auch die Fans beim Spiel gegen die DEG gegeben. Mit ihren Emotionen und Fangesängen haben sie uns enorm gepusht. Diese Kulisse wollen wir nutzen und unseren Heimvorteil ausspielen“, sagt Kreutzer.
Derbyduelle mit Tradition
Sächsische Derbys zwischen Weißwasser und Crimmitschau sind seit jeher von Spannung und Emotionen geprägt. Und da in dieser Saison die direkten Duelle mit den Dresdner Eislöwen fehlten, ist die Vorfreude auf die zusätzlichen intensiven Begegnungen mit den Eispiraten umso größer.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein relativ ausgeglichenes Bild: Nach 52 Spieltagen trennten beide Teams elf Punkte. Die Füchse kamen auf 26 Siege, Crimmitschau auf 22. Weißwasser erzielte in der Hauptrunde 19 Treffer mehr und kassierte einen Gegentreffer weniger als die Westsachsen.
Beim Powerplay hatten die Eispiraten mit 24,1 Prozent leicht die Nase vorn (Füchse: 23,5 Prozent). Im Penalty Killing lagen dagegen die Lausitzer Füchse mit 80,1 Prozent deutlich vor Crimmitschau (76,8 Prozent). Auffällig: Die Eispiraten verbrachten mit 374 Strafminuten ganze 59 Minuten weniger auf der Strafbank als die Blau-Gelben.
Die vier direkten Duelle der Hauptrunde endeten mit einem ausgeglichenen 2:2. Beim Torverhältnis hatten jedoch die Füchse mit 14:9 die Nase vorn.
Crimmitschau mit Veränderungen im Kader
Welches Potenzial in den Westsachsen steckt, zeigte sich besonders am 50. Spieltag der Hauptrunde. In der Partie gegen Weiden lagen die Eispiraten zunächst mit 1:2 zurück, drehten das Spiel jedoch innerhalb von nur sechs Minuten und machten aus dem Rückstand noch einen deutlichen 5:2-Erfolg. Mit diesem Sieg sicherten sich die Crimmitschauer bereits vorzeitig ihren Platz in den Pre-Playoffs und demonstrierten eindrucksvoll, wozu sie leistungsmäßig imstande sind.
Auch personell gab es bei den Eispiraten in den vergangenen Wochen noch einmal Bewegung. Insgesamt fünf neue Spieler wurden innerhalb der letzten drei Wochen verpflichtet. Dazu zählen unter anderem Stürmer Philipp Kuhnekath sowie Torhüter Nick-Jordan Vieregge. Zuletzt wurden Verteidiger Finn Fuchs, Stürmer Leon Neiger sowie der kanadische Flügelstürmer Benjamin Corbeil verpflichtet.
Corbeil, der vom österreichischen Erstligisten HC Innsbruck nach Westsachsen wechselte, besetzt die letzte freie Kontingentstelle der Eispiraten. In 48 Spielen der laufenden Saison sammelte der 24-jährige Kanadier 16 Tore und 12 Vorlagen.
Verzichten müssen die Crimmitschauer allerdings auf Dominic Walsh, für den die Saison nach einer Verletzung bereits beendet ist. Ebenfalls weiterhin nicht zur Verfügung steht Verteidiger Mirko Sacher, der sich Anfang Januar verletzte.
Topscorer der Eispiraten in der Hauptrunde war der US-Amerikaner Corey Mackin, der mit 58 Punkten die interne Scorerliste der Westsachsen anführte.
Blick auf die Torhüter der Eispiraten
Auch auf der Torhüterposition sind die Eispiraten stark besetzt. Kevin Reich absolvierte einen Großteil der Spiele und verbuchte bereits vier Shutouts bei einer Fangquote von 91,6 Prozent. Christian Schneider kommt in zwölf Einsätzen sogar auf eine Fangquote von 93,9 Prozent.
Historie spricht knapp für Weißwasser
Seit 2002 trafen beide Teams insgesamt 97-mal aufeinander. Mit 50 Siegen gegenüber 47 Erfolgen für Crimmitschau haben die Lausitzer Füchse in der Gesamtbilanz leicht die Nase vorn. Bis 2007 traten die Westsachsen noch als ETC Crimmitschau an, seit 2008 unter dem Namen Eispiraten Crimmitschau.
Die Termine der Pre-Playoff-Serie
Spiel 1: Mittwoch, 11. März – 19:30 Uhr – Weißwasser
Spiel 2: Freitag, 13. März – 19:30 Uhr – Crimmitschau
Spiel 3: Sonntag, 15. März – Weißwasser (falls erforderlich)
Für die Partie morgen Abend gibt es nur noch wenige Rest-Tickets im Stehplatzbereich. Der Gästeblock hingegen ist bereits restlos ausverkauft.Für alle, die nicht live dabei sein können gilt natürlich wieder: SportEurope.TV sowie der Liveticker der Lausitzer Füchse berichten von allen Partien live.
Hinweise für Arena-Besucher
Parkmöglichkeiten rund um die Eisarena
Wir bitten alle Gäste, die mit dem PKW anreisen, ausschließlich die ausgewiesenen Parkplätze zu nutzen. Ein Teil des angrenzenden Supermarkt-Parkplatzes ist ein überwachter Parkplatz und sollte im eigenen Interesse nicht genutzt werden.
Fanbus zum Auswärtsspiel in Crimmitschau
Für das Derby am Freitag (13.03.) im Kunsteisstadion im Sahnpark in Crimmitschau werden zwei Fanbusse eingesetzt. Während der erste Bus bereits vollständig ausgebucht ist, sind im zweiten Bus noch einige Plätze verfügbar.
Die Abfahrt erfolgt um 15:30 Uhr. Der Preis für das Busticket beträgt 25,00 Euro.
Anmeldungen sind möglich unter Telefon: 0176-32492651 oder per E-Mail an: FanbetreuungLFX@gmx.de.
Wir bitten alle mitreisenden Fans, sich vor der Abfahrt nach Crimmitschau unbedingt ein gültiges Ticket für den Gästeblock zu sichern. Aktuell sind noch Karten verfügbar.
Hier geht´s zu den Gästetickets in Crimmitschau.