Chancen nutzen, Punkte holen!

Vorbericht Aktuelles

Am Freitag geht es zum Tabellenführer nach Kassel, am Sonntag erwarteten die Füchse Bad Nauheim

Zwei Spiele sind gespielt, ein Punkt steht für die Lausitzer Füchse auf dem Konto. Die Bilanz könnte aus Sicht von Headcoach Christof Kreutzer allerdings durchaus besser aussehen. Sowohl beim 1:3 gegen Landshut als auch beim 3:4 nach Verlängerung in Bietigheim sah der Füchse-Coach seine Mannschaft in der Lage, das Spiel zu gewinnen.

„Ich denke, dass wir zwei gute Spiele gemacht haben und die hätten wir genauso gut gewinnen können“, sagt Kreutzer. Gegen Landshut habe die Mannschaft offensiv „sehr viele Chancen ausgespielt“, sich durch die fehlende Chancenverwertung aber selbst um den Lohn gebracht. Auch in Bietigheim blieb die Partie bis zum Schluss eng. Die Füchse holten zunächst einen 0:2-Rückstand auf und kamen später nach dem 3:2 der Steelers erneut zurück. In der Schlussphase sah Kreutzer sein Team sogar näher am Sieg: Ein Pfostentreffer und eine weitere Großchance blieben ungenutzt. Dass es am Ende zumindest einen Punkt gab, war für den Trainer deshalb wichtig. „Ich bin froh, dass wir diesen einen Punkt bereits geholt haben.“
Jetzt wartet ein Wochenende mit zwei anspruchsvollen Aufgaben. Am Freitag geht es zum Tabellenführer nach Kassel, am Sonntag kommt Bad Nauheim in die Eisarena Weißwasser. Die Reihenfolge ist für Kreutzer dabei entscheidend: „In erster Linie gilt es jetzt, das Freitagsspiel erst mal im Kopf zu haben, da den Fokus drauf zu legen.“

Kassel mit perfektem Start

Die Kassel Huskies haben die ersten beiden Saisonspiele gewonnen und dabei sechs Punkte sowie elf Tore gesammelt. Zum Auftakt setzte sich Kassel mit 7:3 in Dresden durch, anschließend folgte ein 4:3 gegen Rosenheim. Damit führen die Huskies nach zwei Spieltagen die DEL2 an.
„Kassel hat von Haus aus schon eine Top-Mannschaft, vom Papier her mit eine der Besten“, sagt Kreutzer. Das hat Kassel am ersten Wochenende auch auf dem Eis gezeigt. Gegen zwei Mannschaften, die ebenfalls zu den ambitionierten Teams der Liga zählen, gelangen zwei Siege.

Auffällig war dabei auch die Effektivität im Powerplay. Gegen Rosenheim erzielten die Huskies drei ihrer vier Treffer in Überzahl. Hunter Garlent traf zweimal im Powerplay, Darren Mieszkowski einmal und die beiden waren damit maßgeblich am zweiten Sieg beteiligt.

Viel Erfahrung im Kasseler Kader

Auch personell bringt Kassel viel Qualität mit. Der Kader verfügt über 14 Spieler mit PENNY-DEL-Erfahrung und insgesamt fast 3.000 DEL-Spiele. In der Defensive wurde nach dem vergangenen Sommer ein größerer Umbau vorgenommen. Unter anderem kamen mit Jimmy Martinovic, Lucas Dumont, Johannes Huss, Lukas Jung und Leonard Korus gleich fünf neue Verteidiger hinzu. Martinovic bringt dabei trotz seiner erst 24 Jahre bereits mehr als 200 DEL-Spiele mit.
In der Offensive stehen den Huskies mit Jake Weidner, Tristan Keck, Hunter Garlent, Yannik Valenti, Michael Bartuli und Darren Mieszkowski mehrere bereits etablierte Kräfte zur Verfügung. Mit Chris Wilkie kam zudem ein Angreifer hinzu, der bereits in der PENNY DEL für Bietigheim, Wolfsburg und Frankfurt gespielt hat.
Allerdings fehlt Kassel langfristig ein wichtiger Offensivspieler: Tyler Benson, der in der vergangenen Saison mit 69 Punkten bester Scorer der Huskies war, zog sich in der Vorbereitung einen Achillessehnenriss zu und wird voraussichtlich erst 2027 zurückkehren.

An der Bande steht mit Petteri Väkiparta ein alter Bekannter. Der Finne war in der Vergangenheit Headcoach der Lausitzer Füchse, bevor er nach Kassel wechselte und dort zunächst als Co-Trainer arbeitete. Seit dieser Saison führt er nun das „Rudel“ als Headcoach.

Eine Besonderheit kommt am Freitag noch hinzu: Kassel spielt seit dieser Saison auf einer kleineren Eisfläche. Für die Füchse bedeutet das weniger Raum und damit auch weniger Zeit für Entscheidungen. „Das macht dann schon einen Unterschied in der ganzen Spielweise“, sagt Kreutzer. Deshalb wurde die Trainingswoche auch darauf ausgerichtet. Die Mannschaft müsse im Kopf haben, dass das Spiel auf der kleineren Fläche schneller werde.

Seine Vorgabe für die Partie ist entsprechend eindeutig: „Wenn wir punkten wollen, wenn wir da irgendwie was mitnehmen wollen, dann brauchen wir von jedem Spieler seinen besten Tag.“ Gefordert seien ein geschlossenes Auftreten, höchste Aufmerksamkeit in jedem Wechsel und eine konsequente Arbeit in der Defensive.

Sonntag wartet Bad Nauheim

Nach der Partie in Kassel richtet sich der Blick auf das zweite Heimspiel der Saison. Am Sonntag um 17 Uhr gastiert der EC Bad Nauheim in der Eisarena Weißwasser.

Die Hessen sind mit einem Zwei-Punkt-Gewinn am ersten Wochenende in die Saison gestartet. Nach der 2:4-Niederlage in Freiburg gelang gegen die Blue Devils Weiden ein 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen. Bad Nauheim hatte dabei einen 0:3-Rückstand aufgeholt und die Partie noch gedreht.

Der Kader der Roten Teufel wurde im Sommer umfangreich verändert. Zu den erfahrenen Neuzugängen gehören unter anderem die Verteidiger Joel Keussen, Dominik Tiffels und Kevin Maginot. In der Offensive soll Matt Marcinew für zusätzliche Durchschlagskraft sorgen. Der Kanadier kennt die DEL2 aus seiner Zeit in Krefeld bestens: Für die Pinguine kam er in 81 Spielen auf 82 Punkte und war 2024/25 mit 26 Toren sogar deren Hauptrunden-Top-Torjäger.
Auch Allan McPherson kehrt in die DEL2 zurück. Der 35-Jährige bringt Erfahrung aus der AHL, ECHL sowie europäischen Ligen mit. Dazu kommt Jordan Hickmott, der bereits seine sechste Saison in Bad Nauheim bestreitet. Der Kanadier fällt allerdings nach einer aktuellen Verletzung zunächst für mehrere Monate aus.
Trainer Kevin Gaudet setzt traditionell auf ein Spiel mit drei Blöcken. Insgesamt verfügt Bad Nauheim über einen Kader mit 13 Spielern, die bereits DEL-Erfahrung gesammelt haben.

Die Füchse kennen den Gegner bereits aus der Vorbereitung. Beim Testspiel gegen Bad Nauheim setzte sich Weißwasser im Penaltyschießen durch. Kreutzer erwartet deshalb auch am Sonntag eine enge Begegnung: „Wir haben gesehen, dass es sehr eng war und das wird genauso am Sonntag sein, denke ich.“
Der Coach will die beiden Aufgaben allerdings bewusst voneinander trennen. Erst am Samstag soll die Vorbereitung auf Bad Nauheim beginnen. Dann gilt der Fokus dem Ziel, die Punkte im Fuchsbau zu behalten.

Der Füchsekader

Personell hat unser Headcoach mehrere Möglichkeiten. Förderlizenzspieler aus Berlin können die Mannschaft verstärken, sofern sie zur Verfügung stehen. Entscheidend ist dabei, das Line-up so zusammenzustellen, dass die Mannschaft die bestmögliche Chance auf einen Sieg hat.

„Es ist immer gut, wenn auch Spieler aus Berlin da sind, dass wir da eine Verstärkung in der  Tiefe haben“, erklärt Kreutzer. Gleichzeitig macht gerade die personelle Situation die Entscheidungen nicht einfacher. Schon bei den ersten beiden Spielen musste das Trainerteam genau abwägen, wer nicht im Line-up steht. „Das sieht am Wochenende genauso aus“, so der Headcoach.
Die Aufgabe für die Füchse ist damit klar umrissen: Am Freitag wartet mit Kassel zunächst eine der bislang ungeschlagenen Mannschaften der Liga. Danach geht es zurück in den Fuchsbau, wo am Sonntag Bad Nauheim wartet. Die Chancen waren in den ersten beiden Spielen da, jetzt sollen daraus auch Punkte werden.

Freitag, 25. September – 19:30 Uhr
Kassel Huskies - Lausitzer Füchse

Probonio Arena

Sonntag, 27. September – 17:00 Uhr
Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim

Eisarena Weißwasser

Information zu Parkmöglichkeiten rund um die Arena während der Eishockeyspiele der Lausitzer Füchse: Wir bitten alle Gäste, die mit dem PKW anreisen, die ausgewiesenen Parkplätze zu nutzen.

Von beiden Spielen berichten SportEuropeTV und der Liveticker der Lausitzer Füchse.

Wichtiger Hinweis für die kommenden Auswärtspartien!
Rund um den 3. Oktober mit den Füchsen Auswärts unterwegs

Zu den nächsten beiden Auswärtsspielen werden Fanbusse angeboten.

Memmingen – Freitag, 2. Oktober: Abfahrt um 8 Uhr, Preis 55 Euro für Hin- und Rückfahrt.
Crimmitschau – Sonntag, 4. Oktober: Abfahrt um 12 Uhr, Preis 25 Euro für Hin- und Rückfahrt.

Anmeldungen sind telefonisch unter 0176-32492651 oder per E-Mail an FanbetreuungLFX@gmx.de möglich.